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März , 06, 2009

Text ( textum: Gewebe, Text) bezeichnet eine abgegrenzte, zusammenhängende Äußerung in , im weiteren Sinne auch die nicht geschriebene, aber schreibbare Sprachinformation (beispielsweise eines , oder einer ). Text benötigt zu seiner Darstellung eine , deren Zeichen , oder bzw. kodieren. Verschiedene Kulturen verwenden hierzu unterschiedliche . Eine wichtige Eigenschaft von Texten, der wie weitgehend folgen, ist dessen immanente . Durch die Einführung der geschriebenen Sprache, wurde eine Möglichkeit geschaffen, Texte, wie zum Beispiel Geschichtsschreibung, und für die Nachwelt zu . Ein großer Teil des geschichtlichen Wissens stammt aus schriftlichen Aufzeichnungen, die archiviert wurden oder zufällig erhalten blieben. Texte aus Kulturen mit einer schriftlichen Überlieferungstradition unterscheiden sich in ihrem Aufbau von Texten aus Kulturen, in denen die eine größere Rolle spielt. In den Geisteswissenschaften werden Kulturen, von denen keine schriftlichen Dokumente überliefert sind, der Vor- und Frühgeschichte zugerechnet. Somit wird eine zwar indirekte, aber dennoch sehr bedeutsame Definition des Gegenstandes der durch die Überlieferung von Texten gegeben. Textualitätskriterien Während die oben angeführte Definition eines Textes als „abgegrenzte schriftliche oder potentiell zu verschriftlichende Äußerung“ im Alltag meist ausreichend ist, führt eine genauere, wissenschaftliche Betrachtung zu komplexeren Definitions- und Beschreibungsversuchen.

 

 

Die Eigenschaft des „Text-Seins“ bezeichnet man als , die Untersuchung von Texten ist die . Diese Disziplin stellt verschiedene Textualitätskriterien zur Verfügung. Robert-Alain de Beaugrande und Wolfgang Ulrich Dressler stellten 1981 eine Reihe solcher Kriterien vor: Diese Kriterien beziehen sich einerseits auf die Merkmale des Textes selbst (Kohäsion und Kohärenz), andererseits auf die Merkmale einer , aus der der betreffende Text entsteht bzw. in der er eingesetzt wird (Intentionalität, Akzeptabilität, Informativität, Situationalität). Die ist der grammatische Zusammenhalt des Textes: Sprachliche Oberflächenstrukturen verschiedener Sätze und anderer Teile des Textes beziehen sich aufeinander und sorgen so für eine erkennbare Zusammengehörigkeit. Die bezeichnet dagegen den inhaltlichen, logischen Zusammenhang in einem Text. Kohäsion und Kohärenz gehören zu den am weitesten akzeptierten Textualitätskriterien, aber auch hier gibt es Abweichungen: Es gibt durchaus Texte, welche aus zusammenhanglosen Worten oder gar , zum Teil auch aus bis zu bloßen reduzierten Klangmalereien bestehen, und die im Ganzen dennoch vielschichtig interpretierbar, eine eigene Art von Textualität erreichen (z. B. Gedichte). Hier kommen die situationsbezogenen Textualitätskriterien ins Spiel: Texte sind auch dadurch bestimmt, dass ein sie mit einer bestimmten Absicht (Intention) produziert und/oder ein sie als solche akzeptiert. Ob ein Text für einen bestimmten Empfänger akzeptabel ist, hängt wiederum stark davon ab, ob dieser einen Zusammenhang der empfangenen Äußerung mit seiner Situation herstellen, den Text also in seine Vorstellungswelt „einbauen“ kann (), und ob der Text für ihn ist, also in einem bestimmten Verhältnis erwartete und unerwartete, bekannte und neue Elemente enthält.

 

 

Um auf das Beispiel des Dada-Gedichtes zurückzukommen: Ein nicht offensichtlich kohäsiver oder kohärenter Text kann als solcher akzeptabel sein, wenn der Empfänger davon ausgeht, dass die Intention des Senders ein hohes Maß an überraschenden oder von der Norm abweichenden Elementen im Text erfordert. Die schließlich ist die Eigenschaft eines Textes, mit anderen Texten in Verbindung zu stehen und auf sie Bezug zu nehmen. In Texten geschieht dies häufig durch bewusste Verweise und , Intertextualität kann ihren Ausdruck jedoch z. B. auch darin finden, dass ein die üblichen Konventionen seiner erfüllt. Die einzelnen hier angeführten Textualitätskriterien sind in ihrer Interpretation durch de Beaugrande/Dressler zum Teil umstritten. Allgemein anerkannt ist, dass ein Text eine erkennbare kommunikative Funktion hat, die durch die kommunikative Absicht des Senders und die Erwartungen des Empfängers bestimmt wird, dass er als Äußerung abgegrenzt und thematisch orientiert ist, d. h. über einen inhaltlichen Kern verfügt. Literatur Doris Bachmann-Medick: „Textualität in den Kultur- und Literaturwissenschaften. Grenzen und Herausforderungen“, in: dies. (Hg.): Kultur als Text. Die anthropologische Wende in der Literaturwissenschaft. 2. Aufl. Tübingen, Basel: Francke, 2004, S. 298-330. Robert-Alain de Beaugrande und Wolfgang Ulrich Dressler: Einführung in die Textlinguistik, Klaus Brinker: Linguistische Textanalyse. Eine Einführung in Grundbegriffe und Methoden. 6. Aufl. Berlin: Erich Schmidt, 2005. Susanne Horstmann: „Text“, in: , Bd. 3, de Gruyter, Berlin / New York 2003, S. 594-597. Stephan Kammer, Roger Lüdeke (Hrsg.): Texte zur Theorie des Textes. Reclam, Stuttgart 2005. . , Uta Kleine (Hrsg.): 'Textus' im Mittelalter. Komponenten und Situationen des Wortgebrauchs im schriftsemantischen Feld. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2006. Maximilian Scherner (1996): „TEXT“. Untersuchungen zur Begriffsgeschichte, in: Archiv für Begriffsgeschichte. 39, 1996,S. 103 - 160.

 

 

Dokument (lateinisch documentum ‚beweisende Urkunde‘; aus docere ‚lehren‘) steht für: im Allgemeinen im Speziellen , die durch ein Programm verwaltet oder bearbeitet werden kann (Word-Dokument, PDF-Dokument) , Text, der durch Digitalisieren in Dateiform angelegt oder überführt wurde , ein beliebiger Träger von Informationen eine Informationsquelle der ein Zeitzeugnis von Bedeutung, siehe Siehe auch:   – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik

 

Als Anglizismus bezeichnet man einen Einfluss der auf oder in andere . Dieser Einfluss kann sich auf allen Ebenen der Sprache äußern, also in der , in der , der sowie im Wortschatz ( und ). Anglizismus als Oberbegriff schließt Einflüsse aus allen englischen Sprachvarietäten ein; speziell werden Einflüsse aus dem auch Britizismen und solche aus dem Amerikanismen genannt. Formen in der deutschen Sprache : Übernahme englischer , die dann unterschiedlich stark an das Laut-, Schreib- und Grammatiksystem der aufnehmenden Sprache angepasst werden (vergleiche deutsche Mehrzahl „Killer“ = angepasst – Mehrzahl „Fans“ oder „Chips“ = unangepasst). Eine scharfe Abgrenzung zwischen (angepasstem) Lehnwort und (unangepasstem) Fremdwort gibt es nicht. : Eins-zu-eins-Übersetzungen der Bestandteile des fremden Wortes, z. B. brainwashing → „Gehirnwäsche“, oder der fremden Satzkonstruktion (Lehnsyntax), z. B. „Sinn machen“ anstelle von „(einen) Sinn ergeben“ bzw. (häufiger) „Sinn haben“ oder „sinnvoll sein“, von engl. “to make sense”. Oder, schon länger in Gebrauch, „einmal mehr“ statt „(schon) wieder einmal“ oder einfach nur „wieder“ oder „abermals“. : Übersetzung der Idee hinter der Bildung des fremden Wortes, z. B. skyscraper → „Wolkenkratzer“ (nicht „Himmelskratzer“, wie es bei einer Lehnübersetzung zu erwarten wäre).

 

 

Hier gilt das gleiche wie bei den Lehnübersetzungen. : Übernahme des Bedeutungsspektrums des fremden Wortes, von dem Teilbedeutungen bereits bei einem deutschen Wort zu finden sind, z. B. deutsch „realisieren“ im Sinne von „etwas bemerken, sich einer Tatsache bewusst sein“ nach englisch realize/realise „etwas verwirklichen, etwas bemerken, sich einer Tatsache bewusst sein“ (keine sinnliche Wahrnehmung, im Gegensatz zu to notice). innerhalb der deutschen Sprachgemeinschaft mit englischem Klang wie Handy, Talkmaster, Service Point – dies sind spezielle Anglizismen, die kein englisches Wort mit der entsprechenden Bedeutung als Quelle haben, sie werden bisweilen auch als bezeichnet. Benutzung der englischen statt deutschen Schreibung von Wörtern in deutschsprachigen Schriftstücken; zum Beispiel die englische aus nichtlateinischen Schriften wie der oder der beziehungsweise Schrift oder die verbreiteten im „Mediziner-Deutsch“ (in vielen, ursprünglich lateinischen Fachbegriffen wird der Buchstabe C aus dem lateinischen Grundwort im Deutschen K beziehungsweise Z geschrieben, im Englischen ist das C erhalten). In jüngster Zeit ist auch zu beobachten, wie aufgrund der schlechten Synchronisation englischsprachiger Filme mit antiker Handlung die griechischen Vokalkombinationen αι, οι, υι, die traditionell im Deutschen, analog zu der klassisch-römischen Transkription ae, oe, ue, mit ä, ö, ü wiedergegeben werden (zum Beispiel griechisch Ptolemαιos = dt. Ptolemäos), als ai, oi, ui erscheinen, also im Beispiel Ptolemaios. Bemerkenswert sind als Sonderfall Begriffe, die falsch verstanden werden können, wenn man sie nicht ins Deutsche übersetzt (zum Beispiel weil der englische Begriff im Deutschen bereits eine abweichende Bedeutung hat): design, bezogen auf ein technisches System (Maschine, Schiff, elektronische Schaltung, Programm), bedeutet „Entwurf“ (durch einen Ingenieur) und nicht „Design“ (durch einen Designer) (vergleiche ). Auch bezeichnet to control meistens nicht „kontrollieren“, sondern „steuern/regeln“ bzw. „beherrschen“. Kritik an zunehmender Verwendung in der deutschen Sprache Vielen deutschsprachigen Sprachkritikern zufolge nehme der Gebrauch sowohl von englischen Originalen als auch von Anglizismen zunehmend überhand. Das bedrohe die und das . Es erschwere die Verständigung, weil viele Menschen nicht genügend Englisch verstünden. Es wird außerdem vermutet, dass viele Menschen, besonders Jugendliche, die Anglizismen nur verwenden, um gegenüber ihren Mitmenschen als modisch und modern wahrgenommen zu werden. In vielen Fällen gebe es ein deutsches Wort, das denselben Zweck erfülle. Somit sei der Nutzen in Frage gestellt. Die 2003 veröffentlichte Umfrage eines Kölner Marktforschungsinstitutes über die Verständlichkeit von zwölf bekannten englischen Schlagworten für deutsche Kunden ergab, dass diese zum Teil von weniger als 10 % der Befragten verstanden wurden. Acht der zwölf untersuchten Unternehmen hätten ihre Werbefloskeln seitdem geändert. 2008 störten sich in einer Umfrage der 39 % der Befragten an Lehnwörtern aus dem Englischen.

 

 

Die Ablehnung war in den Bevölkerungsgruppen am größten, die Englisch weder sprechen noch verstehen (58 % Ablehnung bei der Gruppe der Über-59-Jährigen, 46 % Ablehnung bei ostdeutschen Umfrageteilnehmern). Ähnliche Kritik gab es schon ab Ende des 19. Jahrhunderts gegenüber aus dem französischen, lateinischen oder griechischen stammenden Begriffen, beispielsweise vom . Siehe auch – abwertende Bezeichnung für Anglizismen und Scheinanglizismen – französisches Gesetz zum Schutz der französischen Sprache Literatur Karl-Heinz Best: Anglizismen – quantitativ. In: Göttinger Beiträge zur Sprachwissenschaft. 8, 2003, S. 7–23, ISSN 1435-8573. Csaba Földes: Deutsch und Englisch: Ein Sprachnotstand? Befunde und Anmerkungen aus einer ostmitteleuropäischen Perspektive. In: Rudolf Hoberg (Hrsg.): Deutsch – Englisch – Europäisch. Impulse für eine neue Sprachpolitik. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2002, , S. 341–367. Richard Glahn: Der Einfluss des Englischen auf gesprochene deutsche Gegenwartssprache. Eine Analyse öffentlich gesprochener Sprache am Beispiel von „Fernsehdeutsch“. 2., durchgesehene Aufl. Peter Lang, Frankfurt u. a. 2002, . Manfred Görlach: Dictionary of European Anglicisms. Oxford 2001, . Wolfgang Müller-Hasemann: Das Eindringen englischer Wörter ins Deutsche ab 1945. In: Karl-Heinz Best, Jörg Kohlhase (Hrsg.): Exakte Sprachwandelforschung. edition herodot, Göttingen 1983, , S. 143–160. Nicole Plümer: Anglizismus – Purismus – Sprachliche Identität. Eine Untersuchung zu den Anglizismen in der deutschen und französischen Mediensprache. Peter Lang, Frankfurt u. a. 2000 (Zugleich Diss.phil. Münster 1999), . Reiner Pogarell, Markus Schröder (Hrsg.): Wörterbuch überflüssiger Anglizismen. IFB-Verlag, Paderborn 1999, , 168 Seiten (6. Auflage, 2004). Jan Georg Schneider: Von free-floatendem Kapital, Hardlinern und Instructions. Linguistische Anmerkungen zur populären Anglizismenkritik. In: Verein Lingua et opinio e. V. (LeO) (Hrsg.): Studentische Zeitschrift für Sprache und Kommunikation. 19. Dezember 2006. – Auch Hermann Zabel (Hrsg.): Denglisch, nein danke! Zur inflationären Verwendung von Anglizismen und Amerikanismen in der deutschen Gegenwartssprache. IFB-Verlag, Paderborn 2001, 296 S., , 296 S. 2. Auflage 2003 , 360 S. : Neuanglodeutsch. In: Dieter E. Zimmer: Deutsch und anders. Die Sprache im Modernisierungsfieber. Hamburg 1998, , S. 7–104. : Speak German! – Warum Deutsch manchmal besser ist. 191 S., Rowohlt 2008,

 

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