Wissenswertes über SEO & Suchmaschinenoptimierung

   

Wissenswertes über SEO & Suchmaschinenoptimierung

Absoluter Link: Adresse einer Webseite mit Angabe des Hostnamens bzw. der Domain. Die Zieladresse des Links ist damit absolut definiert. Beispiel für einen absoluten Link: "www.lexikon-suchmaschinenoptimierung.de/absoluter-link.htm". Siehe in Abgrenzung "Relativer Link".

Keyword Proximity - Definition aus dem Lexikon Suchmaschinenoptimierung Dt. "Wortnähe". Bezeichnet die Nähe von Keywords auf einer Webseite zueinander. Je geringer die Distanz zwischen zwei Keywords, desto relevanter ist die Webseite für eine kombinierte Suchanfrage, die beide Keywords beinhaltet.

Adwords: Das erfolgreiche Cost-per-Click-Programm von Google. Mit Adwords lassen sich kostenpflichtige Anzeigen auf Ergebnisseiten von Google schalten, die jeweils kontextsensitiv bei bestimmten Suchanfragen angezeigt werden. Siehe  adwords.google.de.

Algorithmus: Verfahren, bei dem aufgrund bestimmter Formeln bzw. Regeln gegebene Größen (z.B. Datenbankeinträge) in andere Größen (z.B. eine Sortierung) umgewandelt werden. Im Zusammenhang mit Suchmaschinenoptimierung sind hier meist die Methoden gemeint, nach denen Suchmaschinen das Ranking von Webseiten bei Suchanfragen bestimmen. Die Berechnung des "PageRank" von Google ist z.B. ein Algorithmus.

Agent Name Delivery: Einem Besucher einer Webseite werden in Abhängigkeit von seinem "Agent Name" spezielle Inhalte vom Webserver geliefert. Es wird versucht, über Agent Name Delivery z.B. festzustellen, ob es sich beim Besucher um einen menschlichen Besucher oder einen Suchmaschinen-Spider handelt. Agent Name Delivery wird daher oft im Zusammenhang mit Cloaking-Methoden genutzt (Spam). Es sind aber auch seriöse Anwendungen denkbar, wie z.B. eine Browser-Weiche. Cloaking auf Basis von Agent Name Delivery funktioniert nicht zuverlässig, da die Angabe des User Agents einfach zu manipulieren ist und sich immer wieder ändern kann: Seit März 2004 verwenden einige Spider der Suchmaschine Google z.B. den Agent Name "Mozilla/5.0 (compatible; googlebot/2.1; +http://www.google.com/bot.html)".

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Affiliate-Programm: Affiliates sind Vertriebspartner von kommerziellen Websites. Auf der Website des Affiliate werden Werbeobjekte wie Banner oder Textlinks angebracht, die zum Angebot der kommerziellen Website führen. Kommt über diese Links ein Lead zustande (z.B. ein Kauf), dann erhält der Affiliate nach bestimmten Kriterien eine Vergütung oder Provision vom Betreiber der kommerziellen Website. Im Zusammenhang mit Affiliate-Programmen hat sich ein Geschäftsmodell im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung herausgebildet, dass die Qualität der Ergebnisseiten von Suchmaschinen sichtlich spürbar hat: Man generiere ein großes Netzwerk nutzloser Contentseiten, optimiere diese nach allen Regeln und platziere Affiliate-Links auf den Seiten. Bei diesem Geschäftsmodell kommen auch gelegentlich Spam-Maßnahmen wie z.B. Weiterleitungen zum Einsatz. Viele dieser Werbe-Netzwerke sind im Rahmen der Google-Updates zum Jahreswechsel 2003/2004 aus dem Index der Suchmaschine entfernt worden.

AdwordsAdvisor: Nickname eines offiziellen Mitarbeiters von Google, der im englischsprachigen Diskussionsforum  Webmasterworld regelmäßig zu Themen Rede und Anwort steht, die das Werbeprogramm Adwords von Google betreffen. Ein weiterer Mitarbeiter, der sich zu allgemeinen Google-Themen äussert, ist "GoogleGuy" (siehe ebd.).

Adsense: Werbe-Programm von Google, bei dem Adwords-Anzeigen auf Webseiten eingeblendet werden können, die dem Kontext der Anzeigen entsprechen. Die Betreiber der Webseiten erhalten eine Provision pro Click. Siehe  www.google.com/adsense.

Allegra-Update: Bezeichnung der Änderungen in den Google Ranking-Algorithmen Anfang Februar 2005. In der Folge des Updates sind einige Veränderungen in den Ergebnisseiten von Google zu beobachten. Von zahlreichen Beobachtern wird vermutet, dass zahlreiche Websites aus der "Sandbox" entlassen wurden. Zudem wurden offenbar einige Websites abgewertet, deren Betreiber noch immer rätseln, woran dies liegen könnte. Wer miträtseln möchte, findet eine ausführliche Auseinandersetzung mit diesem Update bei  Webmasterworld.

Allinanchor: Spezieller Suchbefehl in Google. Eine Suche nach "allinanchor:Suchmaschine" findet jene Webseiten, auf die am Häufigsten mit dem Begriff "Suchmaschine" verlinkt wird.

Allintitle: Spezieller Suchbefehl in Google. Eine Suche nach "allintitle:Suchmaschine" findet Webseiten, die das Wort "Suchmaschine" im Titel tragen.

Allinurl: Spezieller Suchbefehl in Google. Eine Suche nach "allinurl:Suchmaschine" findet z.B. Webseiten, die das Wort "Suchmaschine" in der URL tragen.

AllTheWeb: Suchmaschine, die früher auf den Datenbestand der norwegischen Firma FAST zugegriffen hat. Im April 2003 wurde FAST von Overture gekauft, welche wiederum zu Yahoo gehören. Seit Ende März 2004 liefert Alltheweb die Suchergebnisse von Yahoo.com. Siehe  www.alltheweb.com.

Alt-Text: Alternativ-Text, der zur Beschreibung des Inhalts eines Bildes oder eines Photos auf einer Website dient. ALT ist ein Attribut im Rahmen des IMG-Tags. Der Text erscheint (im Internet Explorer), wenn man im Browser mit der Maus über das Bild oder das Photo fährt. Für Sehbehinderte eine wichtige Navigationshilfe (Browser mit Sprachausgabe), für Suchmaschinen-Optimierer ein häufig genutzte Möglichkeit, Keywords zu platzieren. Eine beliebte (aber riskante) Spam-Methode ist es, kleine Bilder in eine Webseite einzubauen und deren ALT-Text mit Keywords zu füttern. In verschiedenen Foren wird berichtet, dass Alt-Texte in Google seit Jahresbeginn 2004 massiv an Bedeutung für die On the Page-Optimierung verloren haben.

Altavista: Klassiker unter den Suchmaschinen, der früher einen eigenen Datenbestand pflegte. Gehört seit 2003 zu Overture und damit zum Yahoo-Netzwerk. Seit Anfang April 2004 liefert Altavista die Suchergebnisse von Yahoo.com. Siehe  www.altavista.de.

API: Abk. von "Application Programming Interface", dt."Schnittstelle für die Anwendungsprogrammierung". Im Zusammenhang mit der Suchmaschinenoptimierung ist meist die Google API gemeint. Google stellt registrierten Nutzern eine eigene Programmier-Schnittstelle zum Zugriff auf Teile des Datenbestands zur Verfügung. Nachdem man das Developer's Kit heruntergeladen und einen kostenlosen Account beantragt hat, kann man bis zu 1000 Anfrage pro Tag über das API senden. Das Google API ist als Webservice implementiert. Für weitere Informationen siehe  www.google.com/apis.

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ASP: Abk. von "Active Server Pages". Von Microsoft entwickelte Technologie für den Aufbau dynamischer Webseiten, die serverseitig generiert werden. ASP (bzw. ASP.NET) ist ein Konkurrenzprodukt zu PHP.

Attribut: Grammatikalisch ist ein Attribut ein Wort, das ein Substantiv näher beschreibt. Bei der Seitenbeschreibungssprache HTML bezeichnet ein Attribut eine Zusatzangabe zur näheren Kennzeichnung eines Objekts (siehe z.B. den "ALT-Text" als Attribut des Image-Tags).

Austin-Update: Bezeichnung der Änderungen in den Google Ranking-Algorithmen gegen Ende Januar 2004. In der Folge des Updates sind teilweise erhebliche Veränderungen in den Ergebnisseiten von Google zu beobachten. Neben den deutlichen Ranking-Veränderungen wurden im Zuge dieses Updates auch viele Spam- und Affiliate-Webseiten vollständig aus dem Index entfernt. Während diese Entwicklung allgemein begrüsst wird, beklagen zahlreiche Webmaster, dass auch Ihre Webseiten erhebliche Positionseinbußen erlitten haben oder sogar völlig aus dem Index entfernt wurden, obwohl diese kein Spam eingesetzt haben. Das Austin-Update hat zudem angesichts der Qualität der Suchergebnisse bei zahlreichen Google-Nutzern zu Irritationen geführt. Dem Austin-Update folgte daher bereits Mitte Februar 2004 das "Brandy-Update".

Authority: Dt. "Authorität". Eine Website, die für eine bestimmte Suchabfrage thematisch sehr relevant ist und daher über viele Inbound Links verfügt. Eine Authority verfügt zu einem Thema über einen hervorgehobenen Status. Eine erfolgreiche Authority verfügt über viele Inbound Links durch Hubs (vgl. "Hub").

Automated Submission Detection: Einige Suchmaschinen sind in der Lage, zu erkennen, ob die Anmeldung einer Webseite per Hand oder durch ein automatisches Anmelde-Tool vorgenommen wird. Grundsätzlich ist bei wichtigen Suchmaschinen und Verzeichnissen die manuelle Anmeldung zu empfehlen.

Backlink: Bezeichnet jene Links, die auf eine Webseite verweisen (siehe auch "Inbound Link"). Für leistungsfähige Suchmaschinen ist der Text im Backlink von höchster Bedeutung, siehe hierzu "Link-Text". Die Quantität von Backlinks bestimmen die Link-Popularity einer Webseite und sind für viele Suchmaschinen ein wesentliches Ranking-Kriterium. Der bekannteste Algorithmus zur Bewertung von Backlinks ist der PageRank von Google. Hierbei werden im Unterschied zur Link-Popularity nicht nur die Zahl der Inbound Links berücksichtigt, sondern auch deren Gewicht. In vielen Suchmaschinen lassen sich die Backlinks einer Webseite durch den Befehl "link:www.domainname.de" ermitteln. Hinweis: In Google wurden hier früher nur jene Backlinks von Webseiten genannt, die einen PageRank von wenigstens 4 haben. Nach einer Umstellung der Backlink-Anzeige im Sommer 2004 zeigt Google heute nicht mehr zuverlässig alle Backlinks an; zudem scheinen auch Backlinks genannt zu werden, die von Webseiten mit einem geringeren PageRank als 4 stammen; und schließlich werden viele Backlinks in Google überhaupt nicht mehr angezeigt. Nach welchen Kriterien die Backlink-Anzeige in Google heute funktioniert, ist ungewiss. Viele SEOs weichen derzeit zur Prüfung Ihrer Backlinks auf Yahoo aus.

Bad Neighbourhood: Dt. "Schlechte Nachbarschaft". Bezeichnet Websites, die aus verschiedenen Gründen bei einer Suchmaschine in Ungnade gefallen sind. In der Regel handelt es sich um Websites, denen ein erheblicher Verstoß gegen die Suchmaschinen-Richtlinien (z.B. massives Spamming) nachgewiesen wurden. Websites aus "schlechter Nachbarschaft" sind in Google gewöhnlich an einem PageRank von Null erkennbar, oder daran, dass sie völlig aus dem Index entfernt wurden. Es ist nicht bekannt, dass umgekehrt Inbound Links aus "schlechter Nachbarschaft" dem PageRank einer Webseite schaden (wetten würde ich darauf jedoch nicht). Wer jedoch Outbound Links zu einer Webseite der Kategorie "Bad Neighbourhood" setzt, riskiert selbst eine Abwertung durch Google. Grundsätzlich ist jede Webseite als Bad Neighbourhood zu werten, die über einen PageRank von Null verfügt, obwohl sie bereits seit längerer Zeit in Google indexiert ist (auch neue Seiten haben zunächst einen PageRank von Null). Sollte die Webseite überhaupt nicht im Google-Index zu finden sein, ist besonderes Misstrauen angebracht.

Bad Rank: Bezeichnet das Phänomen, dass eine Website in Google über einen PageRank von Null ("PR 0") verfügt, weil die Website aufgrund eines Verstoßes gegen die Richtlinien von Google abgestraft wurde. Ein Bad Rank ist zumeist das Ergebnis von Spam-Maßnahmen (siehe auch "Bad Neighbourhood"). Ein Bad Rank ist erkennbar am weißen Balken innerhalb der PageRank-Anzeige der Google-Toolbar. Ist der Balken jedoch grau, handelt es sich erfahrungsgemäß um eine neue Website, die einfach noch keinen PageRank erhalten hat.

Big Daddy: Ende 2005 hat Google damit begonnen, in einem etwa dreimonatigen Prozess neue Infrastruktur für seine Suchmaschine aufzusetzen, auf dessen Basis grundlegende Verbesserungen der Suchergebnis-Qualität möglich werden sollen (z.B. verbesserter Umgang mit Weiterleitungen). Matt Cutts, Software Engineer bei Google, hat für die Gesamtheit dieser Maßnahmen den Begriff "Big Daddy" geprägt. "Big Daddy" ist damit mehr als ein klassisches Google-Update, denn Änderungen in den Ranking-Algorithmen standen hierbei nicht im Vordergrund; allerdings waren die Auswirkungen von "Big Daddy" dennoch in Veränderungen der Suchergebnisse unmittelbar spürbar. Weitere Informationen finden sich im  Blog von Matt Cutts.

Bilder: Suchmaschinen erfassen ausschließlich Texte, die im Quellcode einer Webseite als solcher sichtbar sind. Texte, die als Bilder (z.B. im jpg-Format) abgespeichert wurden, werden von Suchmaschinen nicht erfasst.

Bindestrich: Empfohlenes Trennzeichen, um Keywords innerhalb von Dateinamen von Webseiten zu trennen (z.B. www.xyz.de/keyword1-keyword2.htm). Während der Bindestrich (-) in Google ein zulässiges Trennzeichen darstellt, führt der Unterstrich (_) dazu, dass die Keywords zu einem Wort zusammengezogen werden. Siehe ausführlich "Unterstrich".

Black Hat SEO: Bezeichnet eine Vorgehensweise bei der Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization bzw. abgek. "SEO"), bei der eine Verletzung der Richtlinien der Suchmaschinen bewußt in Kauf genommen wird. Black Hat SEO zeichnet sich durch den Einsatz massiver Spam-Praktiken aus, wie z.B. Cloaking, Weiterleitungen oder Doorway-Pages (im Gegensatz zu "White Hat SEO").

Blacklist: Dt. "Schwarze Liste". Im Zusammenhang mit der Suchmaschinenoptimierung wird hiermit das Phänomen bezeichnet, dass Websites oder IPs, die als massive Spammer identifiziert wurden, auf eine "schwarze Liste" kommen. Websites die "blacklisted" sind, werden dauerhaft und oftmals irreversibel aus dem Datenbestand der Suchmaschine entfernt.

Backlinks: Bei Backlinks ist darauf zu achten, immer mit mindestens gleichwertigen Tauschpartnern zu "Tauschen" Backlinken. Der Backlink ist abhängig vom Pagerank. ( siehe PR ) und berechnet sich grob PR ausgehender Link von Backlink Seite -1 geteilt durch ausgehende Links. Beispiel.: Backlink Tauschpartner hat PR3 und 10 ausgehende Links, dann ist der Backlink PR3 -1 = 2 : ausgehende Links ( 10 in dem Fall )  wert, also 0.2. Man würde also für einen PR2 Backlink ( sauberen Backlink ) genau 8,9 oder 10 dieser Links benötigen. ( ab 8 eingehende Backlinks rundet Google das meistens auf, siehe auch gespiegelter Pagerank ) Man hat dann einen "schwachen PR2. Ab 14 dieser Backlinks die mit dieser Methode generiert werden, hätte man einen aufgerundeten PR3. ( 14 * PR3 - 14*-1 ) : ausgehende Links. ( Und da sag mal einer, das wäre schwierig )

Blog: Auch "Weblog". Ein Bereich auf einer Website, der häufig aktualisierte Beiträge enthält, die chronologisch veröffentlicht werden. Meist handelt es sich bei den Inhalten um News zu einem Thema oder Meinungsäußerungen. Viele Blogs widmen sich einem bestimmten Thema, wo über aktuellen Ereignisse diskutiert wird ("bloggen"). Blogs sind ebenso wie Gästebücher beliebte Zielscheibe für Spammer (siehe "Blog-Spam").

Blog oder Weblog bezeichnet eine Art von Webseite, auf der ein Tagebuch oder ein Journal öffentlich geführt wird. Die Webseite besteht also aus verschiedenen Einträgen, die vom Herausgeber (Blogger) verfasst bzw. gebloggt wurden. Die Artikel in einem Blog erscheinen in unregelmäßigen Abständen und sind umgekehrt nach Datum sortiert angeordnet, sodass die neuesten Beiträge immer zuoberst eingeblendet werden.

Der Blogger hat mit seinem Blog das Ziel ein für jedermann zugängliches Medium zu erstellen, auf welchem er seine persönlichen Erfahrungen, Informationen, Gedanken mit den Lesern (laut Duden Blogser) mittels der Kommentar-Funktion, die in fast allen Blogs integriert ist, austauschen kann. Das Thema eines Blogs kann entweder allgemein, also ohne bestimmte Festlegung auf ein Thema, themenspzifisch oder auch den Erlebnissen des Bloggers angepasst sein.

Blog Spam: Bezeichnet eine Spam-Praxis, bei der manuell oder automatisch durch Skripte wahllos Einträge in öffentlichen Blogs vorgenommen werden, die auch einen Link zu einer Webseite beinhalten. Ziel der Maßnahme ist die Manipulation der Link-Popularität bzw. des Google PageRanks. Das Prinzip ist ähnlich wie beim "Gästebuch-Spam". Diese Spam-Praxis hat nach dem Update der Google-Algorithmen zum Jahreswechsel 2003/2004 an Wirksamkeit deutlich eingebüsst.

Body: Bezeichnet nach den HTML-Konventionen den Bereich einer Webseite, die den eigentlichen Inhalt einer Seite enthält (in Abgrenzung zum "Head").

Boolsche Operatoren: Ermöglichen in Suchmaschinen die logische Verknüpfung von Suchbegriffen durch Operatoren wie z.B. AND ("und"), OR ("oder") und NOT ("nicht"). Zumeist kann man die Kurzschreibweise mit Pluszeichen ("und") und Minuszeichen ("nicht") verwenden. Das Pluszeichen muss in der Regel nicht extra angegeben werden. Beispiel: In Google findet die Suchanfrage "optimierung -lexikon" alle Seiten, die das Wort "Optimierung" beinhalten, nicht zugleich aber das Wort "Lexikon".

Brandy-Update: Bezeichnung für die Änderung der Google-Algorithmen Mitte Februar 2004. Selbst "GoogleGuy" (ein offizieller Vertreter Googles, der regelmäßig im Forum Webmasterworld.com Beiträge postet) ist nicht sicher, ob diese Änderungen den Status eine Updates verdienen; schließlich sei nicht der Datenbestand verändert worden, sondern nur die Ranking-Algorithmen. Man könnte die Änderungen sicher auch als fortgesetzte Anpassung des Austin-Updates betrachten, das wenige Wochen zuvor zu erheblichen Veränderungen in den Google-Suchergebnissen geführt hat. Während das Austin-Update zwar zahlreiche Spam- und Affiliate-Seiten aus dem Index entfernt hat, aber zugleich bei zahlreichen Google-Nutzern zu Irritationen über die Qualität der nun geltenden Suchergebnisse geführt hat, scheint das Brandy-Update die hierfür verantwortlichen Algorithmen teilweise wieder zu entschärfen. Die Qualität der Suchergebnisse wird in verschiedenen Diskussionsforen überwiegend als positiv beurteilt.

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Browser: Programm, das den Abruf von Webseiten ermöglicht. Nachdem Microsoft die "Browser Wars" gegen Netscape gewonnen hat, kommt dem "Internet Explorer" von Microsoft heute eine marktbeherrschende Stellung zu. Wachsende Popularität erfreut sich der Browser Mozilla Firefox, der sich u.a. durch einen schnellen Seitenaufbau auszeichnet.

Browser-Weiche: Über Agent Name Delivery wird festgestellt, welchen Browser ein Besucher einer Webseite verwendet und es erfolgt eine Weiterleitung auf Browser-spezifische Webseiten. Je nach Machart laufen Brower-Weichen Gefahr, von Suchmaschinen als "Cloaking" (Spam) eingestuft zu werden.

Cache: Im Zusammenhang mit der Suchmaschinenoptimierung ist hier meist die Eigenschaft einiger Suchmaschinen (z.B. Google) gemeint, Webseiten in einem Buffer zwischenzuspeichern. Sollte eine Webseite einmal nicht erreichbar sein, kann diese dann über den Cache eingesehen werden. Der Cache stellt eine Webseite so dar, wie eine Suchmaschine diese beim Spider-Prozess erfasst hat. Daher entlarft ein Blick in den Cache einige Spam-Methoden und Manipulationen. Die Zwischenspeicherung im Cache kann durch einen speziellen Meta-Tag ("No-Cache") unterbunden werden. Caches sind aber auch in einem anderen Zusammenhang mit Suchmaschinenoptimierung relevant: Vielfach werden Webseiten von Providern (wie z.B. T-Online) im Puffer eines Proxy-Servers zwischengespeichert. Erfolgt später von einem anderen Kunden des Providers ein Zugriff auf die Webseite, dann wird diese nicht vom Webseiten-Betreiber geladen, sondern aus dem Cache des Proxy-Servers. Dieses Phänomen bewirkt, dass ohne technische Gegenmäßmaßnahmen die wirklichen Zugriffszahlen auf eine Webseite selten völlig korrekt ermittelt werden.

Cascading Style Sheets: Abk. "CSS". Cascading Style Sheets ermöglichen die Trennung von Inhalt und Layout bei der Gestaltung von Webseiten. Layouteigenschaften wie z.B. Schriftarten und Schriftgrößen werden über CSS ähnlich wie Formatvorlagen deklariert. CSS-Anweisungen können auch in eine externe Datei ausgelagert werden. Früher waren CSS einmal ein Instrument von Suchmaschinen-Optimierern, um Keywords unsichtbar in Webseiten unterzubringen. Das dürfte heute nicht mehr funktionieren.

Click-Popularität: Manche Suchmaschinen haben damit experimentiert, die Popularität von Webseiten anhand der Zahl der Clicks in Ergebnisseiten zu bewerten (z.B. Direct Hit). Die am Häufigsten geklickten Ergebnisse erhielten eine bessere Ranking-Position. Dieses Verfahren hat jedoch keine Verbreitung bei Suchmaschinen gefunden, da es einfach manipuliert werden konnte. Siehe auch "Google Click-Tracking".

Click Through Rate: Abk. "CTR". Prozentuale Klickrate eines Werbeobjekts. Bezeichnet das Verhältnis zwischen der Häufigkeit, in der ein Werbeobjekt (z.B. Banner) angezeigt wurde (Page Impressions) und der Häufigkeit, in der auf das Werbeobjekt geklickt wurde (Clicks). Die CTR wird als Maß für die Werbewirkung einer Maßnahme genutzt. Im Zusammenhang mit Suchmaschinenoptimierung relevant: Je besser das Ranking einer Webseite in einer Suchmaschine, desto höher ist i.d.R. die Click Trough Rate.

Cloaking: Cloaking (abgeleitet von Cloak, dt. "Deckmantel") liegt vor, wenn unter derselben URL anhand bestimmter Kriterien unterschiedliche Inhalte durch den Server ausgeliefert werden. Je nachdem, welchem Kriterium ein Besucher bzw. User Agent entspricht, erhält er eine Webseite präsentiert, die auf ihn hin optimiert worden ist. Cloaking kann z.B. dazu verwendet werden, um menschliche Besucher von den Spidern der Suchmaschinen zu unterscheiden. Ziel ist es hierbei, durch individuell optimierte Webseiten eine hohe Suchmaschinen-Position zu erreichen. Im Extremfall haben die Inhalte einer Website, die von einer Suchmaschine erfasst wurden, überhaupt nichts mit dem zu tun, was ein menschlicher Besucher im Endeffekt vorfindet, wenn er ein Suchergebnis-Eintrag in der Suchmaschine anklickt. Werden Cloaking-Methoden von Suchmaschinen als Spam enttarnt, kann dies zu einem Ausschluss der Website aus dem Datenbestand führen. Cloaking erfordert Verfahren wie IP Delivery oder User Agent Delivery.

Closed Loop: Dt. "Geschlossene Verlinkung". Linkstruktur, bei der Websites in extremen Maße miteinander querverlinkt sind, aber i.d.R. keine sonstigen Inbound Links und Outbound Links vorhanden sind. Wird von Google sicher erkannt und als Spam bestraft.

Content (Englisch "content", zu Deutsch "Inhalt") einer Webseite wird der Inhalt, also die Informationen, die diese Webseite bietet, bezeichnet. Laut vielen Suchmaschinenoptimiern ist der Content das Wichtigste einer Webseite, wenn es um die Suchmaschinenoptimierung geht. Vor allem ein völlig einzigartiger und herausragender Inhalt ist ausschlaggebend für den Erfolg einer Webpräsenz.
Wenn ein Backlink aus diesem Teil der Webseite kommt, so wird dieser Content-Link genannt.

Content Link ist das Gegenteil eines Footer Links. Der Content Link ist ein Backlink, der nicht im Footer, sondern im Content, also im Inhalt der Webseite, platziert ist. Laut vieler Suchmaschinenoptimierer zeigen Links, die aus dem Content heraus gesetzt werden, mehr als z.B. aus dem Footer.

Controlling: Suchmaschinenoptimierung kann wie ein Projekt betrachtet werden, das alle Stufen von Planung, Steuerung und Kontrolle umfasst. Im Rahmen der Projektsetzung kommt dem Controlling - also dem systematischen Abgleich zwischen den Projektzielen und der bisherigen Zielerreichung eine wesentliche Funktion zu. Nur ein systematisches Controlling ermöglicht, eine qualifizierte Aussage über den Erfolg einer Suchmaschinenoptimierung zu treffen. Konkrete Maßnahmen des Controllings sind z.B. die regelmäßige Bestimmung der erreichten Suchmaschinen-Position (im Zeitverlauf sowie in verschiedenen Suchmaschinen), die Beobachtung der Entwicklung von Backlinks oder die Erfassung des Besucherverhaltens anhand von Logfiles oder Tracking-Tools (z.B. Google Analytics).

Cross-Linking: Dt. "Querverlinkung". Bezeichnet die gegenseitige Verlinkung vieler (oder aller) Seiten zwischen verschiedenen Websites. Die Motivation für Cross-Linking resultiert gewöhnlich aus dem Bestreben, die Link Popularity von Seiten zu steigern bzw. eine gewünschte Vererbung des Google PageRanks zu erreichen. Cross-Linking kann in extremen Fällen von Google mit einem "PR 0" als Spam bestraft werden.

Data Center: Ein Data Center (meist im Zusammenhang mit Google genannt) ist ein Cluster von mehrere PCs, die eine gemeinsame Aufgabe wahrnehmen. Es dürfte zur Zeit (Herbst 2006) ca. 40 Google Data Center geben mit einer sechstelligen Zahl an PCs. Einen sehr guten Einblick in die Thematik bietet der Artikel  "Google Hardware Architektur" von Lars Geiger. Um herauszufinden, von welchem Data Center eine Google-Suchergebnisseite bereit gestellt wird, kann man mit der Maus über einen der Links "Im Cache" unterhalb der Suchergebnisse fahren. Dann wird in der Statusleiste des Browser eine IP-Adresse angezeigt, die das Data Center identifizert.

Dateiname: Im Zusammenhang mit Suchmaschinenoptimierung ist es sinnvoll, für die Namen von Webseiten (Dateien) Bezeichnungen zu verwenden, die die zu optimierenden Keywords reflektieren. Das gleiche gilt für die Bezeichnung von Ordnern.

Dance: Sog. Google Dance
- 4 Wochen Dance
- 12 Wochen Aufbau
In der Folge hat man rechnerisch drei Zeitfenster pro Jahr in denen die neuen Dinge der Webseite erfasst und mit den alten gespeicherten Versionen vergleichen werden. Ist die Menge so gut gewesen ( der Änderungen ), wird sich i.d.r. etwas am Ranking des gesamten Projektes ändern.

Dead Link: Dt. "Toter Link", "Defekter Link", engl. "Broken Link". Ein Link, der nicht zu einer erreichbaren Webseite führt. Dead Links entstehen durch Unachtsamkeit, Serverausfall oder Veränderung der Seitenstruktur. Dead Links können die Erfassung einer Website durch Suchmaschinen behindern.

Dedicated Server: Bedeutet, dass ein Server samt seiner IP und seiner Rechenleistung ausschließlich für einen einzigen Kunden zur Verfügung steht (im Unterschied zum "virtuellen Server").

Deep Crawl: Dt. "Tiefen-Indexierung". Bezeichnet die Eigenschaft einiger Suchmaschinen, eigenständig alle Unterseiten einer Website zu spidern und zu indexieren. Bei anderen Suchmaschinen ist die Erfassung auf angemeldete Webseiten oder Webseiten bis zu einer bestimmten Verzeichnistiefe begrenzt.

Delisting: Bezeichnet die Löschung von Webseiten aus dem Suchmaschinen-Datenbestand. Die Ursache für ein Delisting können nicht mehr existierende Seiten, der Wunsch des Website-Betreibers, ungesetzliche Inhalte oder eine Abstrafung wegen Spam sein.

Domain Popularity: Dt. "Domain Popularität". Bezeichnet in Anlehnung an den Begriff "Link Popularity" die Zahl an Links, die von verschiedenen Domains aus auf eine Webseite verweisen. Damit ist die Domain Popularity ein wesentliches Maß für die Bedeutung bzw. das Gewicht einer Seite. Im Gegensatz zu Link Popularity wird bei der Domain Popularity jeder Link von Website A auf Website B nur einmal gezählt, auch wenn Website A zahlreiche Links auf Website B gesetzt haben sollte (z.B. über Footer-Links). Einige seriöse Suchmaschinenoptimierer sehen in der Domain Popularity heute einen wesentlichen Erfolgsfaktor für eine gute Positionierung in Google.

Domainname: Kurzform "Domain". Name eines Servers, z.B. http://www.google.com. Domainnamen können bis zu 63 Zeichen lang sein. Manche Suchmaschinen bewerten es als (allerdings weniger bedeutsames) Kriterium für die Relevanz einer Seite, wenn Keywords im Domainnamen auftauchen. Dieses gilt auch bei Nutzung von Subdomains (z.B. http://adwords.google.com).

Doorway Domain: Auch "Ghost Domain", "Shadow Domain". Die Webseiten einer Doorway Domain werden für bestimmte Keywords optimiert um optimale Positionen in Suchmaschinen-Rankings zu erzielen. Die Doorway Domain dient als Traffic-Fänger, Link Popularity-Builder und Zugang zur Hauptdomain. Doorway Domains übertragen das Doorway Page-Konzept auf die Ebene der Domain.

Doorway Page: Auch "Brückenseite", "Gateway Page", "Einstiegsseite", "Rankingseite", "Funnel Page". Doorway Pages lassen sich am Besten über ihren Zweck definieren: Es sind Webseiten, die nur existieren, weil es Suchmaschinen gibt. Doorway Pages sind speziell für Suchmaschinen konstruierte Webseiten, die für bestimmte Keywords optimiert sind (und manchmal auch für bestimmte Suchmaschinen). Doorway Pages zielen meist darauf ab, durch gute Suchmaschinen-Positionen Besucher für eine Website zu gewinnen. Häufig verfügen Doorway Pages nur über einen einzigen Inbound Link (meist von einer "Hallway Page"), und beinhalten nur einen oder wenige Outbound Links oder eine Weiterleitung. "Seriöse Doorway Pages" verwenden kein Spam, integrieren sich als inhaltsreiche Konstrukte nahtlos in einen normalen Internetauftritt, sind als Doorway Pages nicht unmittelbar auffällig und verfügen über eine ausgeklügelte Verlinkung, die auch eine Weitergabe des PageRanks ermöglicht. Gelegentlich werden Doorway Pages auch verwendet, wenn eine Website aus dynamischen Webseiten besteht, die von Suchmaschinen nicht erfasst werden können (oder sollen). Beim Aufbau einer neuen Website sollte jede einzelne Webseite für bestimmte Suchbegriffe optimiert werden und damit quasi als Doorway Page dienen. Siehe in Ergänzung hierzu "Hallway Pages".

Dublette: Bezeichnet im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung eine Webseite, die mit identischem (oder nahezu identischem) Inhalt unter einem anderen Dateinamen abgespeichert ist oder über eine andere URL abgerufen werden kann. Siehe auch "Duplicated Content".

Dublin Core: Weltweit gültiges standardisiertes Meta-Datenformat. Das Dublic Core-Format verwendet 15 Beschreibungselemente. Es ist nicht bekannt, dass die Verwendung der Dublic Core Meta-Tags das Ranking von Webseiten positiv beeinflusst.

Duplicated Content: Dt. "Doppelter Inhalt". Bezeichnet den Fall, dass Webseiten mit identischem Inhalte mehrfach in der gleichen Website oder in verschiedenen Websites existieren. Wird von Suchmaschinen als Spam betrachtet. Es scheint so zu sein, dass nach dem Florida- bzw. Austin-Update von Google Ende 2003 bzw. Anfang 2004 Webseiten mit gleichen (oder annähernd gleichen) Inhalten herausgefiltert werden. Diese These wird von der Beobachtung gestützt, dass die Zahl von Affiliate-Webseiten im Google-Index deutlich abgenommen hat.

Dynamische Seiten: Dynamische Seiten werden bei einer Anfrage vom Webserver erstellt und ausgeliefert. Erkennbar sind dynamische Seiten oftmals an der Verwendung von Parametern wie "?" oder "=". Viele Suchmaschinen können dynamisch Seiten nicht erfassen oder folgen gewissen Beschränkungen (z.B. es darf maximal ein Fragezeichen in der URL vorkommen). Seit Anfang 2004 ist in Google beobachtbar, dass auch Webseiten mit mehreren Parametern erfasst werden. Betreiber dynamischer Seiten können den Mod-Rewrite Befehl des Apache Webservers nutzen, um dynamische Seiten als statische Webseiten zu präsentieren.

Eintragsservice: Engl. "Submission Service". Automatischer, webbasierter Anmeldedienst für Webseiten. Zahlreiche Dienstleister bieten an, Webseiten bei Suchmaschinen anzumelden. Hier reicht das Spektrum von kompetenten Profis bis zu windigen Anbietern im Sinne von "Anmeldung bei 2.000 Suchmaschinen und 400.000 Linklisten für 9,95 Euro". Im Rahmen der professionellen Suchmaschinenoptimierung sollte vollständig auf Submission Services verzichtet werden. Der Website-Betreiber verliert hierbei die Kontrolle über den wichtigen Eintragungsprozeß und muss sich auf die Zuverlässigkeit und Reputation eines Dienstleisters verlassen. Da die Eintragung in Suchmaschinen mehrere Monate dauern kann, kosten schlechte Erfahrungen hier wertvolle Zeit. Hier kann es nur eine Empfehlung geben: Machen Sie die Anmeldung per Hand selbst oder nutzen Sie eine halbautomatische Anmeldesoftware.

Eintragssoftware: Die Nutzung einer Eintragssoftware verspricht dem Suchmaschinenoptimierer, Webseiten automatisch und schnell bei zahlreichen Suchmaschinen und Katalogen anzumelden. Bekannte Vertreter diese Art von Programmen sind im deutschsprachigen Raum z.B. Hello Engines!, Promoware, Submitta oder Metaner. Diese Programme sollten allerdings nur unter Vorbehalt genutzt werden: Das Hauptproblem (neben einigen anderen, siehe "Automated Submission Detection") ist die undifferenzierte Anmeldung bei Verzeichnissen und Katalogen: Wenn es stimmt, dass Suchmaschinen wie Google thematischen Links einen höheren Wert zumessen als x-beliebigen Links, dann muß darauf geachtet werden, dass der Eintrag einer Webseite in Verzeichnissen und Katalogen genau in der richtigen Kategorie erfolgt. Sonst wird möglicherweise erhebliches Potential verschenkt. Daher ist nur eine Eintragssoftware zu empfehlen, die ein halbautomatisches Anmeldeverfahren beherrscht. Hierbei muß man die persönlichen Daten (URL, Titel, E-Mail usw.) nur einmal eingeben, kann aber die Auswahl der richtigen Kategorie je nach Verzeichnis individuell bestimmen.

Ethische Suchmaschinenoptimierung: Auch "White Hat SEO". Bezeichnet landläufig eine Vorgehensweise bei der Suchmaschinenoptimierung, bei der auf Spam-Techniken verzichtet und die Richtlinien der Suchmaschinen eingehalten werden.

Externer Link: Siehe auch "Inbound Link", "Outbound Link" und "Backlink". Je nach Betrachtungweise entweder ein Link, der von einer Seite auf eine Webseite einer anderen Domain führt ODER von einer Website einer anderen Domain auf eine Seite führt. Ein Link wird von vielen Suchmaschinen als "Empfehlung" für eine Webseite gewertet. Daher wird das Ranking von Webseiten durch viele "hereinführende" Links ("Inbound Links" bzw. "Backlinks") positiv beeinflußt. Besonders positiv für das Ranking sind Inbound Links, welche im Linktext jene Keywords beinhalten, für die eine Website optimiert ist (siehe "Inbound Links"). Beispiel: Eine Webseite über "Suchmaschinenoptimierung" profitiert besonders von Inbound Links, die das Wort "Suchmaschinenoptimierung" im sichtbaren Linktext tragen. Hierbei sollte jedoch unbedingt auf einer gewisse Variabilität der Linktexte von Inbound-Links geachtet werden.

Facebook: Facebook hat Ende 2010 die Suchmaschine Google in der Abfragehäufigkeit von Platz 1 verdrängt. Facebook sollte ebenfalls ab sofort, sofern man das noch nicht getan hat, in SEO einbezogen werden. Das reine Eintragen von Bookmarks bei Facebook bringt allerdings kaum nennenswerte Peaks oder messbare Effekte. Vielmehr muss man IM NETZWERK selber tätig werden.

False Drop: Wenig relevantes und daher unerwünschtes Ergebnis in einer Suchmaschine, z. B. wenn das gesuchte Wort zwar vorhanden ist, aber in einem völlig anderen Zusammenhang. Ein False Drop ist z.B. wenn die Suchanfrage nach "Haus + Berlin" Webseiten von jemandem liefert, der in Berlin wohnt und dessen Nachname den Wortbestandteil "Haus" beinhaltet. Außerdem als False Drop bezeichnet werden Suchergebnisse, die nur durch Spam zustande gekommen sind und nicht wirklich für die eingegebenen Suchbegriffe relevant sind.

Fehlerseite: Engl. "Error Document". Eine Fehlerseite ist eine spezielle Webseite, die einem Besucher angezeigt wird, wenn dieser eine Webseite aufgerufen hat, die nicht (mehr) existiert. Gibt es keine Fehlerseite, wird dem Besucher nur ein Fehler 404 zurückgemeldet. Aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung sind Fehlerseiten sinnvoll, da es im Zuge des Wachstums einer Website immer wieder zur Umbenennung von Dateien kommen kann. Die Fehlerseite selbst kann z.B. eine Sitemap oder eine Liste mit Links zu neuen Seiten beinhalten. Hiermit wird erreicht, dass die neuen Seiten rasch gespidert werden. Die Fehlerseite selbst sollte das Meta-Robots-Tag mit dem Eintrag "noindex, follow" beinhalten, um zu verhindern, dass die Fehlerseite im Index erscheint, zugleich aber allen Links auf der Fehlerseite gefolgt wird.

Filtering: Dt. "Filtern". Bezeichnet die Praxis von Suchmaschinen, in Ihren Ergebnisseiten bestimmte Einträge herauszufiltern, sofern diese bestimmte Kriterien erfüllen. Es wird z.B. noch immer diskutiert, ob Google bei der Veränderung seiner Ranking-Kriterien Ende 2003 eine Art "kommerziellen Filter" aktiviert hat, der dazu führt, dass viele ehemals unter bestimmten Keywords gut gelistete kommerzielle Webseiten nun eine schlechte Ranking-Position einnehmen. Dass es ein derartiges "Commercial Filtering" tatsächlich gibt, bleibt bis auf weiteres reine Spekulation. Sicher ist jedoch, dass verschiedene Filter bei Google zum Einsatz kommen.

Flash: Vektorbasierte Effekt-Technologie von Macromedia, mit der Grafiken und Animationen realisiert werden können (benötigt Plugin). Es ist möglich, ganze Websites auf Basis von Flash zu realisieren. Seit April 2004 scheint Google die Inhalte reiner Flash-Seiten zu erfassen.

Florida-Update: Inoffizielle Bezeichnung für die massiven Änderungen im Ranking-Algorithmus von Google Ende November 2003. Das Florida-Update betraf vor allem den englischsprachigen Teil Googles. Es wird vermutet, dass im Rahmen des Florida-Updates für zahlreiche Suchbegriffe bestimmte Filtermechanismen zum Einsatz kamen. Gegen Ende Januar 2004 gab es erneut Anpassungen im Ranking-Algorithmus, die massiv auch den deutschsprachigen Teil Googles betreffen. Diese Änderungen werden hierzulande als Anwendung der Regeln des "Florida-Updates" betrachtet, während hierfür im englischsprachigen Raum der Name "Austin-Update" die Runde macht. In der Folge sind z.T. erhebliche Veränderungen in den Ergebnisseiten von Google zu beobachten. Neben den deutlichen Ranking-Veränderungen wurden im Zuge dieses Updates auch zahlreiche Webseiten vollständig aus dem Index entfernt. Siehe "Austin-Update".

Focused Crawling: Das Internet umfasst Milliarden Webseiten, welche nur mit enormen Aufwand von Suchmaschinen erfasst werden können. So benötigt Google etwa einen Monat, um einen neuen Index zu erzeugen. Focused Crawling reduziert diesen Aufwand, indem nur als wichtig erachtete Webseiten gespidert werden. Zudem werden nur als wichtig eingestufte Webseiten regelmäßig aufgefrischt. Konkret heißt das: Stellt Google fest, dass Webseiten nicht oder nur sehr selten verändert werden, reduziert sich die Besuchshäufigkeit des Googlebots.

Footer Links: Dt. "Links in der Fußzeile". In zahlreichen Websites ist zu beobachten, dass sich in der Fußzeile von Webseiten (also dem untersten Bereich der Seiten) zahlreiche Links angebracht sind. Diese Links sind häufig so formatiert, dass sie kaum wahrgenommen werden (z.B. kleine Schrift, wenig Kontrast zum Hintergund). Der Zweck dieser Footer Links ist i.d.R. nicht, menschlichen Besuchern als Navigation zu dienen, sondern Verknüpfungen zwischen Webseiten herzustellen, denen Spider folgen sollen. Es gibt sicher viele seriöse Footer Links - wenn diese jedoch "auffallend unauffällig" gestaltet sind (bis hin zur Unsichtbarkeit), sind diese meist zur Verknüpfungen von Doorway Pages, für Link-Tausch oder Cross-Linking eingerichtet worden. Seit Sommer 2004 mehren sich Spekulationen, dass Google Footer Links im Vergleich zu "normalen Links" abgewertet hat.

Footer einer Webseite (von "foot", zu Deutsch "Fuß") ist das Gegenteil vom Header und definiert den unteren Teil bzw. die Fußzeile einer Seite. Der Footer schließt die Webseite nach unten sozusagen ab.
Der Footer kann Informationen enthalten, die auf jeder Seite der Webpräsenz enthalten sind. Meist wird er dazu genutzt, das Copyright der Webseite zu beinhalten oder er zeigt einen Link zum Impressum, Kontaktformular oder sonstigen wichtigen Seiten der Internetpräsenz auf. Oftmals werden im Footer auch Links untergebracht, die verkauft, vermietet oder getauscht wurden. Jedoch sind diese sogenannten Footer-Links (Backlinks) nicht so "wertvoll" bzw. werden nicht so stark gewertet, wie ein Content-Link.

Forum Suchmaschinenoptimierung: Es gibt eine Reihe von Foren im Web, in denen Suchmaschinen-Optimierer diskutieren und Informationen austauschen. Im deutschsprachigen Raum sollte der ambitionierte Optimierer bei  Abakus Internet Marketing vorbeischauen. Englischsprachigen Optimierern wird das Forum  Webmasterworld sehr empfohlen. Dort finden sich auch gelegentlich Diskussionsbeiträge von Google-Mitarbeitern (siehe "GoogleGuy"). Siehe auch "Websites über Suchmaschinenoptimierung".

Frameloader: Bei Websites mit Frames kann es passieren, dass ein Besucher (z.B. über einer Suchmaschine) direkt auf einen Frame zugreift, ohne dass das zugehörige gesamte Frameset geladen und sichtbar wird. In diesem Fall ist eine weitere Navigation in der Website in der Regel unmöglich. Um diese unerfreuliche Eigenschaft von Frames zu umgehen, kann ein Frameloader eingesetzt werden. Dieser sorgt dafür, dass immer das gesamte Frameset geladen wird, auch wenn der Einstieg in die Website über einen Unterframe erfolgt. Beim Einsatz von Frames sollte immer der "Noframes"-Bereich optimiert werden (siehe auch "Noframes-Bereich").

Frames: Frames sind eine von Netscape entwickelte Technologie, mit der Webseiten gemäß eines Framesets in einzelne Frames (dt. "Rahmen) aufgeteilt werden können. In jedem Frame wird gewissermaßen eine eigene Webseite angezeigt. Der Vorteil besteht darin, dass die Inhalte einzelner Frames (z.B. der Navigationsframe) nur einmal geladen werden müssen. Suchmaschinen haben gelegentlich noch Schwierigkeiten mit der Erfassung von Websites, die Frames einsetzen. Die Suchmaschinenoptimierung muss daher bei Frames-Websites immer auch den "Noframes"-Bereich berücksichtigen.

Fresh Crawl: Neue Webseiten erscheinen z.B. oft sehr schnell bei Google, meist jedoch nur mit Titel und Description. Die Ursache liegt darin, dass neue Seiten zunächst nur im Rahmen von "Fresh Crawls" erfasst werden. Fresh Crawls führen aber nur zu einer oberflächlichen Erfassung und flüchtigen Aufnahme von Seiten. Webseiten werden offenbar erst nach einem "Deep Crawl" und beim nächsten "Google Dance" vollständig und dauerhaft in den Index aufgenommen.

Fresh Tag: Der Fresh Tag ("Frische-Kennzeichen") bezeichnet die Datums-Angabe, die Google nach der URL und der Dateigröße bei einigen Suchergebnisse anzeigt. Ein Fresh Tag ist ein Hinweis, das die Webseite aktuell gespidert und am angezeigten Datum im Google-Cache aktualisiert wurde. Websites mit einem hohen PageRank und zumindest gelegentlichen Änderungen an ihren Inhalten verfügen täglich über einen neuen Fresh Tag, da diese auch täglich von Google gespidert werden.

Freshbot: Spider von Google, der bereits indizierte Webseiten aktualisiert und neue Seiten oberflächlich erfasst (in Unterschied zum "Deepbot"). Siehe auch "Fresh Crawl".

Gespiegelter Pagerank: Um Domains teuer zu verkaufen, richten die Verkäufer gerne eine zeitlang alle vorhanden Backlinks auf die zu verkaufende Seite. Nach einem Google Dance ( 3 mal im Jahr, alle vier Monate ) erhält die Seite so einen hohen Pagerank, der den Verkauf vereinfac ht und zu einem höherem Preis gführen wird. Nach Umschreibung der Domain entfernt der Verkäufer die Links wieder udn man hat im Grunde eine flanschneue Domain die man auch für 5€ hätte erwerben können. Von daher immer auch im Arschive und anderen Quellen nachschauen, ob die Domain auch wirklich "in Betrieb" war und viele "echte" eingehende Links aufzuweisen hat.

Google Analytics: Google Analytics ist ein Dienst von Google, mit dem sich die Nutzung und Besucherstruktur einer Website analysieren lässt. Wie bei anderen Webanalyse- oder Webcontrolling-Diensten bietet Google Analytics zahlreiche statistische Auswertungen. So erfährt der Website-Betreiber, woher seine Besucher kommen und wofür sie sich auf seinen Seiten interessieren. Der Dienst ist kostenlos und erfordert lediglich die Einbindung eines kleinen JavaScript-Codes in die betreffenden Webseiten. Google Analytics basiert auf einer Software der Firma Urchin, die Google im Frühjahr 2005 gekauft hat. Aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung erscheint dieser Dienst - ähnlich wie Adsense - nur für Black Hat-SEOs wenig geeignet. Alle anderen erhalten einen exzellenten Webanalyse-Dienst, der sonst teuer erkauft werden müsste. Weitere Informationen zu  Google Analytics.

Google Base: Google Base (Beta) ist ein kostenloser Google Service, der dem Nutzer erlaubt, alle möglichen Arten von Informationen auf Google Base oder auf anderen Google-Websites zu veröffentlichen. Über Google Base können Nachrichten, Rezepte, Kleinanzeigen, Reiseberichte, Produktbeschreibungen usw. veröffentlicht werden. Die Inhalte sollen dann über Google gefunden werden (der Leser suche mal testweise nach "rezepte weihnachten" in Google). Produktbeschreibungen können über Google Base direkt in Froogle eingestellt werden. Wenn man in Google Base z.B. nach "Suchmaschinenoptimierung" sucht, dann findet man ein paar bunte Einträge z.B. in den Kategorien "Produkte", "Dienstleistung" und "Nachrichten und Berichte". Offenbar spielt Google Base - zumindest im deutschsprachigen Raum - noch keine große Rolle.

Google Bombing: Für die Positionierung einer Webseite in Google ist ein wesentliches Ranking-Kriterium, mit welchen Link-Texten auf die Seite verlinkt wird. Wenn viele Links mit bestimmten Begriffen im Link-Text auf eine Webseite verweisen, dann betrachtet Google die Seite für diese Begriffe als relevant. Dieses kann im Extrem dazu führen, dass Webseiten zu einer Suchabfrage an die erste Stelle gelangen, obwohl die Begriffe der Suchabfrage überhaupt nicht auf der verlinkten Webseite genannt werden. Dieses Phänomen wurde in der Vergangenheit gelegentlich für politische Aktionen genutzt und wird als "Google Bombing" bezeichnet. Im Januar 2006 hat Google dem Google Bombing allerdings durch eine Algorithmen-Änderung einen Riegel vorgeschoben. Frühere Google Bombs, wie z.B. das legendäre Beispiel, bei dem eine Suche nach "miserable failure" (dt. "übles Versagen") in Google dazu führte, dass auf den ersten Positionen der Ergebnisseite die Biographie von George W. Bush auftauchte, funktionieren nicht mehr.

Google Bowling: Dt. "Aus Google herauskegeln". Bezeichnet die vorsätzliche Durchführung von Maßnahmen, mit dem Ziel, der Positionierung einer Webseite in Google (bzw. in Suchmaschinen allgemein) zu schaden. Die Ranking-Algorithmen von fortschrittlichen Suchmaschinen versuchen heute, anhand einer Vielzahl von internen und externen Kriterien die Qualität von Webseiten zu erkennen. Ein wesentliches Ziel ist dabei, jene Seiten zu identifizieren, die Maßnahmen verwenden, die gegen die Richtlinien von Suchmaschinen verstossen bzw. der Kategorie Spam zuzuordnen sind. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es der Positionierung einer Webseite zu einem bestimmten Suchbegriff schaden kann, wenn diese z.B. massenhaft von anderen Webseiten Links mit identischem Linktext erhält, wobei dieser den betreffenden Suchbegriff beinhaltet, und bei denen die linkenden Webseiten der Kategorie "Bad Neighbourhood" zuzuordnen sind (z.B. Linkfarmen). Beim "Google Bowling" machen sich finstere Zeitgenossen diesen Zusammenhang zu Nutze: Sie greifen mit den beschriebenen und weiteren Maßnahmen gezielt eine Webseite an, mit der Absicht, der Positionierung einer Webseite in Suchmaschinen vorsätzlich zu schaden. Was sich unter der Bezeichnis "Bowling" oder "Herauskegeln" harmlos anhört, kann für den Betreiber einer Website eine Katastrophe sein; wer wirtschaftlich z.B. von einer E-Commere-Website abhängt, für den bedeutet ein solcher Angriff möglicherweise eine massive wirtschaftliche Schädigung. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis es ein tatsächlicher oder vermeintlicher Fall der vorsätzlichen Schädigung von Webseiten Grund für eine Auseinandersetzung vor einem deutschen Straf- und/oder Zivilgericht wird. Problematisch dürfte hierbei vor allem der Nachweis der Täterschaft sein.

Google Dance: Bezeichnet das früher regelmäßige Index-Update der Suchmaschine Google. Die Bezeichnung "Google Dance" stand für das auffällige Verhalten ("Tanzen") der Suchergebnisse auf verschiedenen Google-Servern während eines Index-Updates. Dieses Index-Update erfolgte früher etwa alle vier Wochen und zeigte sich vor allem in deutlichen Veränderungen bei den Suchergebnissen und - bei installierter Google-Toolbar - Schwankungen im PageRank. Das Update erstreckte sich über mehrere Tage, wobei die Resultate aus dem alten und dem neuen Index auf den verschiedenen Google-Server häufig wechseln. Den "klassischen Google-Dance" scheint es nicht mehr zu geben, vielmehr ist Google offenbar zu einem "Dauer-Tanz" übergegangen.

Google Everflux: Bezeichnet das ständige Wechseln in Googles Ergebnisseiten. Neue Webseiten erscheinen z.B. oft sehr schnell bei Google, sind dann aber genauso schnell wieder verschwunden. Die Ursache liegt darin, dass neue Seiten zunächst nur im Rahmen von "Fresh Crawls" erfasst werden. Fresh Crawls führen aber nur zu einer flüchtigen Aufnahme der Seiten. Webseiten werden erst nach einem "Deep Crawl" und beim nächsten "Google Dance" vollständig und dauerhaft in den Index aufgenommen.

Google Local: Im März 2004 hat Google seine Neuentwicklung "Google Local" aus den Research Labs in das Beta-Stadium überführt. Google Local ermöglicht die Suche nach Stichworten unter Eingrenzung auf eine Region (z.B. Stadt oder Postleitzahl). Das System analysiert den gesamten Google-Datenbestand und gleicht ihn mit Adress-Daten aus "Yellow Page"-Verzeichnissen ab. Derzeit funktioniert die Beta-Version von Google Local nur für die USA. Siehe  local.google.com.

Google Sandbox: Dt. "Sandkasten". Bezeichnet die schlüssige These, nach der Webseiten, die neu in Google aufgenommen wurden, eine Zeit lang für ihre relevanten Suchbegriffe kein adäquates Ranking erhalten, obwohl genügend Inbound Links vorliegen. Dieser "Sandbox-Effect" oder "Sandkasten-Effekt" scheint einige Monate zu wirken. Siehe z.B. eine frühe Diskussion im  Forum Webmasterworld. Nicht nur Opfer des Sandbox-Effects beklagen, dass auf diese Weise die Aktualität der Suchmaschine Google leiden könnte. Zugleich wird die Sandbox als wirksames Mittel der Spam-Bekämpfung gesehen: Spam-behaftete "Wegwerf-Websites", die nur dazu dienen, für einige Monate dem Spammer Geld zu verschaffen, bis die Websites möglicherweise einem Spam-Filter zum Opfer fallen, lohnen sich weniger bzw. werden risikoreicher: Durch den Sandbox-Effekt erreichen diese Websites nur langsame eine finanziell lohnenswerte Platzierung und viele von diesen Websites fallen bereits vorher einem Spam-Filter zum Opfer. Erfreulich: Der Sandbox-Effect dürfte langfristig viele Spammer demotivieren. Unerfreulich: Leider frustriert dieser Effekt auch viele SEOs (und deren Kunden), die völlig ohne Spam arbeiten. Geduld scheint zu einer wesentlichen Erfolgsvoraussetzung für erfolgreiche Google-Suchmaschinenoptimierung zu werden.

Google Sitemaps: Mit Google Sitemaps ist es möglich, eine Sitemap der eigenen Website im XML-Format an Google zu übermitteln. Eine solche Sitemap ist ein Hilfsinstrument für die Google Spider, die so besser alle Inhalte einer Website auffinden können, wodurch aktuellere Ergebnisse möglich sein sollen. Zudem sei ein intelligenteres Spidern möglich, da man begleitende Informationen zu seinen Webseiten bereitstellen kann. Der Dienst dürfte für Webmaster interessant sein, die über eine große Website verfügen, deren Verlinkung und dynamische Struktur es Spidern erschwert, alle Seiten problemlos und zeitnah zu erfassen. Wer sich selbst ein Bild machen möchte:  Google Sitemaps.

Googlebot: Name (User Agent) des Spiders von Google. Bemerkenswert ist, dass Google die Zahl seiner Spider Anfang 2004 offenbar drastisch erhöht hat. Neu ist auch, dass ein Typ des Googlebots mit einer Mozilla-Kennung unterwegs ist. Es steht zu vermuten, dass Google durch die verschiedenen Spider beabsichtigt, Websites zu enttarnen, die Cloaking-Maßnahmen verwenden.

GoogleGuy: Nickname eines offiziellen Mitarbeiters von Google, der im englischsprachigen Diskussionsforum  Webmasterworld regelmäßig zu Themen Rede und Anwort steht, die Google betreffen. Vielfach wird vermutet, dass es sich bei GoogleGuy um den Google-Mitarbeiter Matt Cutts handelt, der übrigens einen für Suchmaschinen-Optimierer sehr  lesenswerten Blog betreibt.

Hallway Page: Bezeichnet eine Webseite, die Links zu Doorway Pages enthält. Besucht ein Spider eine Hallway Page, folgt er allen Links zu den jeweiligen Doorway Pages und indiziert diese.

Hijacking: Dt. "Entführung". Verschiedene Formen der Entführung sind im Rahmen der weniger seriösen Suchmaschinenoptimierung (siehe "Black Hat SEO") zu beobachten: Häufige Formen sind die 'Entführung' der URL, von Domains, von Content und von PageRank. Das ULR-Hijacking wird unter einem eigenen Eintrag diskutiert, siehe "URL-Hijacking". Beim Domain-Hijacking registrieren Optimierer Domains, die offiziell abgelaufen sind oder vom Vorbesitzer aufgegeben wurden. Besonders interessant sind hier jene Domains, die über viele Inbound Links und einen starken PageRank verfügen. Der Optimierer veröffentlich dann seine eigenen Inhalte und Links unter dem Domainnamen und hofft, dass dies möglichst spät auffällt. Eine weitere Form des Hijacking ist die Entführung von Content. Hierbei ist weniger das direkten Kopieren von Inhalten fremder Webseiten gemeint, sondern die Integration fremder Inhalte in die eigene Website unter der Vorspiegelung, dies sei eine Art Dienstleistung. Ein Beispiel sind bestimmte Verzeichnisse, die die Inhalte von Webseiten spidern und dann eine Art "Kurzzusammenfassung" in Form einer eigenen Seite des Verzeichnisses präsentieren. Der häufige Effekt: Statt der originären Seite wird die entführende Verzeichnisseite in der Suchmaschine besser gefunden. Auf diese Weise generieren diese Verzeichnisse innerhalb kurzer Zeit Massen von 'entführtem Content', den Sie dann z.B. zur Platzierung von Werbung nutzen. Eine Form der Entführung ist auch das PageRank Hijacking. Hierbei wird durch Manipulation der DNS-Einträge bzw. durch bestimmte Formen der Weiterleitung der Eindruck vermittelt, als besäße eine Webseite einen hohen PageRank. Tatsächlich gehört der PageRank jedoch einer anderen Webseite, wie ein Blick in den Google Cache in der Regel schnell beweist. Diese Form der Entführung von PageRank hat zumeist kommerzielle Hintergründe: Der Entführer bietet seine Website mit dem "gefälschtem" PageRank zum Verkauf an oder versucht, Links zu verkaufen oder zu tauschen. Diese Praktiken werden zum Glück häufig entlarvt und ernten in den Foren von Suchmaschinenoptimieren dann die verdiente Verachtung.

Homepage: Auch "Startseite", "Root URL". Die Homepage ist die Startseite einer Website, z.B. "www.domain.de/index.htm" oder auch nur "www.domain.de/". Bei der Anmeldung in Suchmaschinen und Verzeichnisse wird in aller Regel (mindestens) die Homepage angemeldet. Dabei ist unbedingt darauf zu achten, IMMER die gleiche Schreibweise bei jeder Anmeldung zu verwenden. Empfohlen wird die Schreibweise "www.domain.de/". Wird dies nicht beachtet, wird mögliche Link Popularity verschenkt, denn viele Suchmaschinen betrachten "www.domain.de", "www.domain.de/" und "www.domain.de/index.htm" als drei verschiedene Dateien, die daher alle über eine unterschiedliche Link Popularity verfügen können.

Hot Linking: Liegt vor, wenn auf einer Webseite Inhalte dargestellt werden, die sich auf einem fremden Server befinden. Hot Linking ist abzulehnen, wenn es ohne Wissen und Zustimmung geschieht. Der Schaden für den Server, dessen Inhalte via Hot Linking entnommen werden, besteht in einem Anstieg des Traffics ohne dafür eine Gegenleistung zu erhalten (siehe "Trash Traffic").

Hub: Dt. "Knotenpunkt". Hubs sind Websites, die viele Outbound Links zu anderen Websites verfügen, die für eine bestimmte Suchanfrage thematisch relevant sind. Hubs sind damit wertvolle Einstiegspunkte für die Recherche bestimmter Themen. Thematische orientierte Verzeichnisse und Kataloge sind typischerweise Hubs. Ein erfolgreiches Hub verfügt über viele Outbound Links zu Authorities (vgl. "Authority"). Im Zuge der Algorithmen-Updates der Suchmaschine Google Ende 2003 / Anfang 2004 unter den Namen "Florida", "Austin" und "Brandy" scheint Google eine besondere Vorliebe für Hubs entwickelt zu haben.

Hyperlink Induced Topic Search (HITS): Hyperlink Induced Topic Search (angek. "HITS") bezeichnet einen Algorithmus zur Ermittlung der "kompetentesten" Ergebnisse in einem Suchprozess. Wesentliches Merkmal dieses Algorithmus ist es, dass die Qualität von Inbound Links bei der Relevanzermittlung einer Webseite berücksichtigt wird. HITS wurde von Jon Kleinberg an der Cornell Univerity entwickelt und wurde das erste Mal im in der Suchmaschine "Clever" von IBM eingesetzt. HITS unterscheidet zwischen "Authorities" und "Hubs".

Inbound Link: Dt. "Hereinführender Link". Inbound Links sind hereinführende Links auf eine Webseite von einer anderen Webseite. Beispiel: Wenn A nach B verlinkt, dann verfügt B über einen Inbound Link (von A). Siehe auch "Backlink".

Interne Link Popularity: Üblicherweise bezeichnet die "Link Popularity" die Zahl an externen Links, die auf eine Webseite verweisen und ist damit ein Maß für die Bedeutung bzw. das Gewicht einer Webseite (siehe "Link Popularity"). Aber auch interne Links verleihen einer Webseite in Bezug auf den verwendeten Link-Text eine gewisse Relevanz. Dieses Phänomen wird gewöhnlich als interne Link Popularity bezeichnet. Es gibt netzwerkartig aufgebaute Spam-Websites, die ihr gutes Ranking vor allem ihrer hohen Seitenzahl und dem geschickten Umgang mit der internen Link Popularity verdanken.

Interner Link: Link von einer Webseite auf eine Seite der gleichen Website. Eine sinnvoll konstruierte interne Verlinkungsstruktur ist elementar für die vollständige Erfassung einer Website durch Suchmaschinen-Spider. Vorsicht ist bei einer übertriebenen Querverlinkung innerhalb einer Website geboten: Auch dieses wird von vielen Suchmaschinen als Spam gewertet (siehe z.B. "Closed Loop").

Invisible Web: Dt. "unsichtbares Internet", auch "Hidden Web" ("verstecktes Internet"). Bezeichnet den Teil des Internets, der bei einer Recherche nicht über Suchmaschinen auffindbar ist. Die Erfassung von Inhalten durch Suchmaschinen kann aus verschiedenen Gründen scheitern: Inhalte sind für Suchmaschinen explizit gesperrt, sind nicht verlinkt, befinden sich in Datenbanken oder bestehen aus nicht erfassbaren Dateitypen.

IP-Cloaking: Siehe auch "IP-Delivery". Bezeichnet das Identifizieren und Umleiten von Suchmaschinen-Robots oder Besuchern anhand ihrer IP-Adresse.

IP-Delivery: In Abhängigkeit von der IP-Adresse eines Besuchers einer Webseite wird diesem vom Server ein spezieller Seiteninhalt geliefert. Ist einem Website-Betreiber z.B. die IP-Adresse eines Suchmaschinen-Spiders bekannt, dann kann er durch IP-Delivery dafür sorgen, dass dieser eine spezielle optimierte Textseite präsentiert bekommt, während menschliche Besucher die normale Webseite sehen. IP-Delivery kann für zahlreiche seriöse Zwecke genutzt werden, wird jedoch von Spammern auch genutzt, um Suchmaschinen-Ergebnisse zu manipulieren (siehe "Cloaking"). Die Robots leistungsfähiger Suchmaschinen-Betreiber sind mit zahlreichen und wechselnden IP-Adressen unterwegs, um Cloaking durch IP-Delivery zu enttarnen.

JavaScript: Von Netscape entwickelte Script-Sprache, die sich in HTML-Dokumente einbinden läßt. Javascript ist eine clientseitige Script-Sprache, d.h. der Quellcode wird erst vom Browser ausgeführt. Javascript erlaubt zahlreiche dynamische Funktionen. Daher wird Javascript gerne für Spam-Maßnahmen eingesetzt, wie z.B. Weiterleitungen. Suchmaschinen-Spider können JavaScript i.d.R. nicht interpretieren. Allerdings: Die Spider von leistungsfähigen Suchmaschinen wie Goolge folgen bereits heute JavaScript-Links. Zudem wird in Foren berichtet, dass seit März 2004 offenbar ein Spider von Google unterwegs ist (Agent Name: "Googlebot/Test"), der ausschließlich externe Javascript-Dateien aufruft. Die Aufgaben und Fähigkeiten des Spiders sind derzeit noch nicht bekannt.

Keyword: Dt. "Schlüsselwort", "Stichwort", "Schlagwort", "Suchbegriff". Bezeichnet Worte oder Wortkombinationen, die von Internet-Nutzern in Suchmaschinen eingegeben werden. Für die Suchmaschinenoptimierung sind die richtigen Keywords das zentrale Kriterium. Die wichtigste Aufgabe der Optimierung besteht darin, die richtigen Keywords richtig in Webseiten zu positionieren, damit diese Seiten von Internet-Nutzern in prominenten Positionen auf Suchmachinen-Ergebnisseiten gefunden werden.

Keyword (zu Deutsch "Schlüsselwort") ist ein Wort, das den Inhalt oder einen Teil des Inhalts einer Webpräsenz widerspiegeln sollte.
Wenn ein Suchmaschinenoptimierer eine Webseite für Suchmaschinen optimiert, dann sucht er zuerst passende Keywords für diese Seite aus, nach denen er optimiert. Ein gutes Keyword zeichnet sich aus durch zwei wichtige Merkmale:

- Das Keyword sollte ein hohes Suchvolumen haben
- Die Mitwerberdichte sollte entsprechend den Mitteln des Suchmaschinenoptimiers im realen bzw. möglichen Bereich liegen, das bedeutet, es sollte für den Optimierer nicht zu umkämpft sein

Suchmaschinenoptimierer optimieren jedoch nicht nur nach Keywords, sondern auch nach Keywordkombinationen.

Keyword Density: Dt. "Wortdichte", "Suchbegriffsdichte". Häufigkeit eines Keywords im Verhältnis zur Gesamtzahl aller Worte im Quelltext einer Webseite. Beispiel: In einem Dokument, das aus fünf verschiedenen Worten besteht, bewirkt jedes einzelne Wort eine Keyword Density von 20%. Die Keyword Density ist ein wesentliches Ranking-Kriterium für viele Suchmaschinen. Eine hohe Keyword Density wird von Suchmaschinen als Zeichen für relevante Webseiten interpretiert. Eine zu hohe Keyword Density wird allerdings als Spam interpretiert.

Keyword Frequency: Dt. "Worthäufigkeit". Absolute Häufigkeit eines Wortes innerhalb einer Webseite. Die Häufigkeit eines Wortes in einer Webseite ist ein wesentliches Relevanz- und Rankingkriterium für Suchmaschinen.

Keyword Prominence: Dt. "Wortprominenz". Position eines Keywords innerhalb einer Webseite. Zahlreiche Suchmaschinen messen Keywords an bestimmten Positionen eine höhere Relevanz zu. Beispiel: Ein Keyword an erster Stelle im Seitentitel wird höher bewertet als an anderer Stelle des Titels. Dieses Prinzip gilt analog auch für den Body-Bereich einer Webseite.

Keyword Proximity: Dt. "Wortnähe". Bezeichnet die Nähe von Keywords auf einer Webseite zueinander. Je geringer die Distanz zwischen zwei Keywords, desto relevanter ist die Webseite für eine kombinierte Suchanfrage, die beide Keywords beinhaltet.

Keyword-Recherche: Eine Suchmaschine wird eine Webseite in der Regel nur dann für einen Suchbegriff gut positionieren, wenn die Seite den Suchbegriff auch enthält (als Ausnahme siehe "Google Bombing"). Allerdings verwenden Suchmaschinen-Nutzer meist eine Vielzahl von Suchbegriffs-Kombinationen oder Synonymen bei ihrer Abfrage. Daher ist es im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung sehr zu empfehlen, eine intensive Keyword-Recherche durchzuführen, bevor die Webseiten aufgebaut werden. So kann der Optimierer sicherstellen, dass seine Seiten für alle relevanten Begriffe und Kombinationen ein gutes Ranking erzielen können. Im Rahmen der Keyword-Recherche kommen verschiedene Mittel zum Einsatz: Keyword-Tools (siehe ebd.), Umfragen sowie – nicht zuletzt – der gesunde Menschenverstand. Randbemerkung: Von einer unreflektierten Massengenerierung von Doorway Pages, die sich inhaltlich kaum unterscheiden, wird gewarnt. Neben dem ärgerlichen Phänomen der "SERPS Polution" (siehe ebd.) könnte auch der "Duplicated Content"-Filter (siehe ebd.) von Google greifen.

Keyword Stuffing: Dt. "Mit Keywords füllen". Mit dem Ziel, für ein bestimmtes Keyword ein gutes Ranking zu erzielen, werden Webseiten mit einem Keyword vollgestopft. In primitiven Varianten werden Keywords einfach reihenweise wiederholt. Plumpes Keyword Stuffing wird von Suchmaschinen sicher erkannt und als Spam gewertet.

Keyword-Tool: Engl. "Search Term Suggestion Tool". Bezeichnet Datenbanken, die es ermöglichen, die von Suchmaschinen-Benutzern tatsächlich verwendeten Suchbegriffe zu ermitteln. Der Optimierer wird bestrebt sein, für alle populären Suchbegriffe und Begriffskombinationen, die das Thema seiner Website betreffen, eine optimierte Webseite zu erstellen. Im Extrem werden Keyword-Tools dazu verwendet, Doorway Pages in unerfreulich hoher Zahl zu generieren. Neben kommerziellen Datenbanken bieten auch zahlreiche Suchmaschinen ein eigenes Keyword-Tool an, wie z.B.  Overture,  Google und  Espotting. Overture gibt auch an, wie häufig nach einem Begriff im vergangenen Monat gesucht wurde.

Konversions-Rate: Engl. "Conversion Rate". Obwohl nicht immer explizit definiert, verfolgen die meisten Websites doch ein bestimmtes Ziel, an dessen Erreichung der Erfolg der Website gemessen wird. Die kann z.B. die Zahl der Bestellungen in einem Online-Shop sein, die Zahl neuer Newsletter-Abonnenten oder die Zahl der Besucher, die länger als drei Minuten auf den Seiten der Website verweilen. Die Konversions-Rate bezeichnet jenen Prozentsatz der Besucher, bei denen dieses Ziel erreicht wird. Hat ein Online-Shop z.B. eine Konversions-Rate von 1%, dann bedeutet dies, dass jeder hundertste Besucher eine Bestellung abgegeben hat.

Landing Page: Bezeichnet eine auf einen Suchwort oder Suchbegriff hin optimierte Webseite, mit dem Ziel, in Suchmaschinen eine vordere Position zu erlangen. Im Vordergrund der Schaffung von Landung Pages steht die Erreichung einer guten Suchmaschinen-Position, nicht die Präsentation sinnvoller Inhalte für den Besucher (Ausnahmen bestätigen die Regel). Insofern darf man den Begriff Landing Page als Synonym für "Doorway Page" betrachten.

Lead: Bezeichnet im Zusammenhang mit der Neukunden-Gewinnung eine definierte Handlung, die ein Besucher einer Website vornimmt. Ein Lead kann die Hinterlegung der eigenen Adresse, die Anforderung eines Newsletters oder eine Bestellung sein. Lead-Generierung ist ein wesentliches Ziel der Suchmaschinenoptimierung. Siehe auch "Pay per Lead".

Link-Listen: Engl. "Free for all", "FFA", auch "Link-Farm". Listen, die nahezu ausnahmslos aus Links bestehen, mit der Absicht, die Link Popularity der verlinkten Seiten zu verbessern. In FFA-Listen kann sich jeder ohne vorherige redaktionelle Überprüfung eintragen lassen. Die Manipulation der Link Popularity durch die Eintragung in Link-Listen wird von Suchmaschinen mittlerweile erkannt und verliert zunehmend an Wirksamkeit. Mit der Änderung der Google-Algorithmen im November 2003 versucht Google dieses Spam-Phänomen zu bekämpfen.

Link-Marketing: Bezeichnet die systematische und zielgerichtete Gewinnung von Inbound-Links für eine Website, um auf diese Weise die Besucherzahlen zu steigern. Neben dem Effekt zusätzlichen Traffics über die Links selbst, verbessert eine hohe Zahl von Links auf eine Website deren Position in Suchmaschinen. Hierbei spielen u.a. die Link-Texte eine maßgebliche Bedeutung (siehe "Link-Text"). Für eine intensive Beschäftigung mit dem Thema wird der Report " Linking Matters" empfohlen.

Link Popularity: Dt. "Link Popularität". Bezeichnet die Zahl an Links, die auf eine Webseite verweisen und ist damit ein Maß für die Bedeutung bzw. das Gewicht einer Seite. Nach diesem Konzept wird jeder Link als eine Empfehlung interpretiert. Es wird gemessen, wieviele externe Links auf eine Webseite verweisen (bzw. wieviele "Empfehlungen" sie erhält). Je mehr externe Links, desto "gewichtiger" wird eine Webseite, was sich im Ranking niederschlägt (quantitativer Aspekt). Das Konzept der Link Popularity wurde von den Google-Gründern Sergey Brin und Larry Page weiterentwickelt. Der Link Popularity-Algorithmus von Google nennt sich "PageRank". Demnach tragen Links von Webseiten, die selbst über eine hohe Link Popularity verfügen, mehr zur Verbesserung des "Gewichts" einer Webseite bei (qualitativer Aspekt). Nach den Updates der Suchmaschine Google zur Jahreswende 2003/2004 hat sich die Rolle des PageRanks offenbar verändert (siehe "PageRank"). Yahoo arbeitet seit 2004 mit einem offenbar ähnlichen Konstrukt namens "Web Rank"

Die Linkpopularität (ugs. "Linkpop") ist definiert als die Anzahl der eingehenden, Links einer Webseite. Also die Anzahl der Links die auf eine Webseite zeigen, auch Backlinks genannt, bestimmten die Linkpopularität. Dabei ist zu beachten, dass bei der Linkpopularität alle Backlinks mit inbegriffen sind, das heißt auch mehrere Links von einem Server bzw. einer Domain. Lange Zeit war die Linkpopularität ein entscheidender Rankingfaktor, bevor die Domainpopularität und die IP-Popularität als besser befunden und als Faktor herangezogen wurden.

Link-Prüfung: Überprüfung der Verlinkung in einer Website, um fehlerhafte Links zu identifizieren. Fehlerhafte Links entstehen, weil die Zielseite nicht mehr existiert ("Dead Link") oder der Autor einer Webseite den Inhalt verändert hat. Fehlerhafte Links können die Erfassung einer Website durch Suchmaschinen behindern. Dead Links können zu einer Herabstufung des Suchmaschinen-Rankings führen.

Link Strength: Dt. "Link-Stärke", bezeichnet die Wirkung eines Links auf eine verlinkte Webseite aus dem Blickwinkel der Suchmaschinenoptimierung. Die "Link Strength" ist nicht nicht eindeutig quantifizierbar, da dies die genaue Kenntnis der Suchmaschinen-Algorithmen voraussetzen würde. Ein wesentliches Ziel des Suchmaschinenoptimierers ist es, viele Links auf eine Website zu erhalten, da sich die Position der Website in Suchmaschinen dadurch verbessert. Jedoch ist nicht jeder gewonnene Link gleich wirkungsvoll: Je mehr Links sich z.B. auf einer Seite befinden, desto weniger "Link Strength" besitzt jeder einzelne Link. Der Zusammenhang ist ähnlich wie beim "PageRank": Es wird mehr PageRank an eine verlinkte Seite vererbt, wenn sich auf der Ursprungsseite wenige Links befinden. Wenn die These der "themenbasierten Websites" stimmt, dann kann davon ausgegangen werden, dass ein Link von einer themenverwandten Webseite ebenfalls eine höhere Link-Stärke besitzt, als von einer themenfremden. Es mag weitere Faktoren geben, die die "Link Strength" beeinflussen, wie z.B. die Autorität der verlinkenden Website, deren Alter oder auch das Alter eines Links selbst.

Link-Tausch: Engl. "Link Exchange", siehe auch "Reziproker Link". Bezeichnet den verabredeten Austausch und die gegenseitige Anbringung von Links, um die Link Popularity von Webseiten zu verbessern. Ob reziproke Links genauso wirksam sind wie einseitige Links auf eine Webseite, ist eine offene Frage. Die Reziproke Verlinkung hat in der heutigen Zeit auf themenverwandte Seiten zu erfolgen, damit durch die Maßnahme des Linktauschs eine Verbesserung der Platzierung in Suchmaschinen erreicht werden kann. Da die Reziproke Verlinkung sehr beliebt wurde und auch von Privatanwendern als effektives Mittel eingesetzt wurde, um eigene Webpräsenzen besser zu bewerben, wurden die zugehörigen Algorithmen bei Google und anderen Suchmaschinen in dieser Hinsicht verfeinert. Wer durch die Reziproke Verlinkung profitieren möchte, sollte sich als Partner also nicht beliebige Webangebote suchen, sondern interessante Webseiten, die dem eigenen Angebot thematisch in einer bestimmten Hinsicht ähnlich sind.

Auch ohne die Reziproke Verlinkung kann durch das gezielte Setzen von Links eine Verbesserung des Suchmaschineneintrags im Ranking erreicht werden. Da jedoch neben vielen weiteren SEO-Maßnahmen eine umfangreiche Linkstruktur vor allem für große Suchmaschinenanbieter eine entscheidende Rolle spielt, sollte sich stets um eine Reziproke Verlinkung mit interessanten Partnern im Netz bemüht werden. Schon seit vielen Jahren haben sich einzelne Dienstleister im Internet entwickelt, die sogenannte Partnerprogramme für alle Nutzer bereithalten, die sich für die Reziproke Verlinkung interessieren. Hier findet jeder Besitzer einer Webseite Gleichgesinnte, mit denen sich Links gezielt tauschen lassen können. Um Rezipoke Verlinkung zu vermeiden ist es elementar wichtig, die Linknetze mindestens zwei Studen auch über seine Link-Tauschpartner zu Analysieren. Siehe Backlink. Linkebenen.

Link-Text: Engl. auch "Anchor Text". Der Link-Text ist der anklickbare Text innerhalb eines Link-Tags. Die Inhalte des Link-Textes gewinnen zunehmende Bedeutung als Ranking-Kriterium für Suchmaschinen. Bei der Gewinnung von Links für eine Webseite ist gerade für Google sehr zu empfehlen, die Keywords im Link-Text des Inbound Links zu nennen. Hierbei muß jedoch unbedingt auf eine gewisse Variabilität und semantische Vielfalt der Link-Texte geachtet werden. Verfügt eine Webseite über zahlreiche Inbound Links, die (unnatürlicherweise) fast alle über identische Link-Texte verfügen, reagiert Google seit dem "Florida-Update" sehr empfindlich. Da hier ein Spam-Versuch angenommen wird, ist mit Sanktionen seitens Google zu rechnen. Auf diese Weise wurde erfolgreich die Wirksamkeit zahlreicher Link-Listen und Link-Tausch-Systeme ausgehebelt.

LocalRank: Der LocalRank bezeichnet ein Verfahrung zur Ermittlung des Rankings von Suchergebnissen. Eine existierende Liste von gerankten Suchergebnissen ("OldScore") wird hierbei einem "Reranking" unterzogen. Es wird aus der Gesamtheit der gerankten Ergebnisse eine Teilmenge (z.B. die Top 1000-Ergebnisse) herausgezogen und z.B. geprüft, wie viele Inbound Links eine Webseite aus dieser Teilmenge von den anderen Webseiten dieser Teilmenge besitzt. Hieraus ergibt sich ein sog. "LocalScore" im Rahmen der betrachteten Teilmenge. Der endgültige Rank ("NewScore") ergibt sich dann durch rechnerisches Verfahren, bei dem der "OldScore" und der "LocalScore" berücksichtigt werden. Inwieweit dieses Verfahren bei einer Suchmaschine zum Einsatz kommt, ist ungewiss. Google hält seit 2001 ein Patent auf dieses Verfahren, siehe Eintrag 6,526,440 im US Patent and Trademark Office.

Log-Spam: Spam-Praxis, bei der ein Spammer bei einer Website mit hoher Link Popularity und offengelegten Logfiles zahlreiche Hits verursacht, z.B. durch einen hierauf spezialisierten Spider. Der Spider trägt in seinem Referrer einen Link, der mit jedem Zugriff in die Logfiles eintragen wird. Das Kalkül besteht darin, dass der Spammer durch diese Logfiles, sofern sie von Suchmaschinen indexiert werden, Backlinks gewinnen will. Es ist zu erwarten, dass Google diese Form des Spam bereits erkennt.

Logfile: Aufzeichnungen eines Webservers, in denen jeder Abruf einer Webseite und das an den Abrufer geschickte Resultat protokolliert wird. Festgehalten werden z.B. die abgerufenen Webseiten, Zeitpunkt des Zugriffs, die IP-Adresse des Abrufers, Browser-Typ (User Agent) etc. Regelmäßige Logfile-Analysen erlauben eine Erfolgskontrolle und sind daher ein elementarer Bestandteil der Suchmaschinenoptimierung. Es sind zahlreiche Tools am Markt, die ein umfassendes User-Tracking und Optimierungs-Controlling ermöglichen. Hier lohnt ggf. auch der Blick auf professionelle Tracking-Dienstleister.

Meta Refresh-Tag: Meta-Tag, der den Besucher einer Webseite nach einer vorgegeben Zeit auf eine Webseite weiterleitet ("Redirect"). Der Meta Refresh wird von Suchmaschinen nicht gerne gesehen und kann abgestraft werden. Die Abstraftung ist sehr wahrscheinlich, wenn die Weiterleitung nach null Sekunden erfolgt.

Meta Revisit-Tag: Meta-Tag, der eine Suchmaschine dazu veranlassen soll, innerhalb einer bestimmten Frist die betreffende Webseite erneut zu besuchen. Es ist allerdings nicht bekannt, dass der Revisit-Meta Tag in irgendeiner Weise von Suchmaschinen beachtet würde. Man kann ihn also getrost weglassen. Stattdessen ist der Optimierer gut beraten, durch die Gewinnung von Links, eine intelligente interne Verlinkung, sinnvoll gewählte Seitennamen und die regelmäßige Bereitstellung neuer Inhalte dafür zu sorgen, das eine Website häufig Besuch von Suchmaschinen-Spidern erhält.

Meta Robots-Tag: Der Meta Robots-Tag im Head-Bereich einer Webseite dient dazu, das Verhalten von Spidern bzw. Robots von Suchmaschinen zu steuern, die diese Seite besuchen. Die zulässigen Werte sind "index" (Seite indexieren), "noindex" (Seite nicht indexieren), "follow" (Links auf der Seite folgen) und "nofollow" (Links auf der Seite nicht folgen). Fehlt der Meta Robots-Tag, dann folgt der Spider allen Links und die Webseite wird in den Datenbestand aufgenommen. Um das Spidern von ganzen Verzeichnisse zu unterbinden, ist der Einsatz der "Robots.txt"-Datei notwendig.

Meta-Suchmaschine: Suchmaschine ohne eigenen Datenbestand, die bei einer Suche parallel auf den Datenbestand mehrerer anderer Suchmaschinen zugreift und die Suchergebnisse auf einer Ergebnisseite präsentiert.

Meta Tag-Generator: Software oder Online-Service, der nach auf Basis vorgegebener Informationen Meta Tags erzeugt, die der Anwender in seine Webseite integrieren kann. Kann die Gefahr in sich bergen, dass man individuell gestalteten Meta Tags (insb. der Description) nicht genug Aufmerksamkeit widmet.

Meta Tags: Dt. "Kopf-Daten". Informationen im Kopfbereich eines HTML-Dokuments, die in einem Browser nicht angezeigt werden. Suchmaschinen werten einige dieser Information mit unterschiedlicher Gewichtung aus. Die Bedeutung der Meta Tags in der Suchmaschinenoptimierung beschränkt sich auf einige Tags wie z.B. "Content-Language", "Keywords" und "Description". Die meisten Meta-Tags können im Regelfall ignoriert werden.

Mod Rewrite: Mod Rewrite ist ein Modul für den Apache Server, das den Server veranlasst, anhand bestimmter Regeln URLs umzuschreiben. Auf diese Weise wird es unter anderem möglich, aus dynamischen URLs (z.B. "index.php?item=100") statisch wirkende URLs zu machen (z.B. "item-100.htm"). Für die professionelle Suchmaschinenoptimierung ist es aus zahlreichen Gründen unerlässlich, sich mit dem Mod Rewrite auseinanderzusetzen.

MSN Suchmaschine: Als dritter Teilnehmer der kommenden "Suchmaschinenkriege" hat Microsoft Anfang Februar 2005 eine Suchmaschine mit eigener Technologie gestartet. Offenbar ist es Microsofts Anspruch, dem bisherigen Marktführer Google seine Position streitig zu machen. Tatsächlich zeigen Eindrücke der MSN Suchmaschine, dass hier ein ersthafter Konkurrent erwachsen könnte. Wie erfolgreich die Microsoft Suchmaschine letztlich sein wird, hängt neben der Qualität der Suchergebnisse vor allem vom Vermarktungskonzept der Suchmaschine ab. Sollte es möglich sein, dass künftige Betriebssysteme von Microsoft über eine fest eingebaute Schnittstelle zur MSN Suchmaschine verfügen? Würde dies an dies an die Strategie erinnern, mit der Microsoft seinen Internet Explorer zum unangefochtenen Marktführer gemacht hat? Ist der Papst katholisch? Wie auch immer. Die sehenswerte MSN Suchmaschine ist unter  search.msn.de erreichbar.

ODP: Abk. von "Open Directory Project". Das ODP, auch unter dem Namen "Dmoz" bekannt, ist das wohl größte Verzeichnis der Welt. Mitte 2003 wurde die Marke von 4 Millionen Einträgen überschritten. Die Anmeldung im ODP ist kostenlos und wird von freiwilligen Redakteuren bearbeitet. Zahlreiche Suchmaschinen und Verzeichnisse greifen auf den Datenbestand des ODP zurück (siehe z.B. das Google Directory). Ein Eintrag im ODP hat zahleiche Vorteile: Man erhält einen Link vom Verzeichnis des ODP selbst. Da der Datenbestand des ODP in zahlreichen weiteren Verzeichnisse integriert wird, erhält man durch diese "geklonten" Verzeichnisse weitere Links.

Offpage Optimierung behandelt Methoden der Suchmaschinenoptimierung, die "off page", also nicht direkt auf der Webseite selbst, stattfinden.
Zu diesen Methoden gehöhrt z.B.:
- Verbesserung der Linkpopularität
- Für Einträge in wichtige Verzeichnisse, wie Dmoz, sorgen.
- Besucherdaten und Konkurrenz überwachen, um die SEO Maßnahmen entsprechend anzupassen
Das Gegenteil zur Offpage Optimierung ist die Onpage Optimierung.

Onpage Optimierung steht für Möglichkeiten der Optimierung "on page", also auf der Webseite selbst. Rankingfaktoren bei der Onpage Optimierung sind beispielsweise:
- Der richtige Einsatz von Keywords in Titel, Metatags, Überschriften, ...
- Vermeiden von Duplicate Content
- Gute interne Verlinkung
- Suchmaschinenfreundliche URL's
Das Gegenteil zur Onpage Optimierung ist die Offpage Optimierung.

Organic Listing: Unter Organic Listing versteht man die "organischen Suchergebnisseiten" von Suchmaschinen, die dadurch zustande kommen, dass Suchmaschinen mit Spidern das Internet durchsuchen und kostenlos die Inhalte von Websites erfassen und indexieren. Das Organic Listing ist die Arena für Suchmaschinen-Optimierer, die versuchen, mit Ihren Seiten möglichst in einer oberen Position in den Organic Listings zu erscheinen. In Abgrenzung hierzu bezeichnet das "Paid Listing" nur jene "Suchergebnisse", in denen sich Werbetreibende ihre Position erkauft haben. Ein Blick auf eine Suchergebnisseite von Google veranschaulicht den Unterschied: Alle als "Anzeige" gekennzeichneten Bereiche einer Ergebnisseite sind Paid Listings, der andere (links befindliche) Bereich ist das Organic Listing.

Over Optimization Penalty: Over Optimization Penalty (abgek. "OOP", dt. "Überoptimierungs-Strafe") bezeichnet den Fall, dass Webseiten eine "Bestrafung" erfahren, wenn sie zu sehr für Suchmaschinen optimiert sind. Der Begriff wurde in Diskussionsforen sehr populär, nachdem Google zum Jahreswechsel 2003/2004 seine Algorithmen geändert hat (siehe z.B. "Florida-Update"). Ob es tatsächlich eine Bestrafung seitens Google für die übermäßige Anwendung von Optimierungs-Maßnahmen gibt, ist allerdings umstritten. Meine persönliche Einschätzung ist, dass Google die Wirkung bestimmter "On the Page"-Optimierungs-Faktoren teilweise erheblich gesenkt hat und dies als Bestrafung missinterpretiert wird. Von einer Bestrafung kann aus meiner Sicht nur gesprochen werden, wenn Suchmaschinen Webseiten wegen Spam z.B. die Link Popularität entziehen ("PageRank 0" bzw. "Bad Rank") oder eine Website ganz aus dem Index entfernen.

Page Impressions: Auch "Page Views", dt. "Webseiten-Aufrufe". Bezeichnen die Zahl, wie oft eine Webseite durch Besucher aufgerufen wurde. Page Impressions sind damit ein zentrales Maß zur Beurteilung des Erfolgs von Webseiten. Problematisch ist dabei, dass ein und derselbe Besucher einer Webseite mit jedem wiederholten Besuch einer Seite erneut eine Page Impression erzeugt. Ein anderes wesentliches Maß der Erfolgsbeurteilung von Webseiten sind daher die "Unique Visitors", wobei jeder Besucher nur einmal gezählt wird, egal wieviele Webseiten er bei seinem Besuch aufruft. Das Verhältnis von Page Impressions zu Unique Visitors schließlich zeigt, wie viele Webseiten ein Besucher im Durchschnitt anschaut und ist damit ein Maß zur Burteilung der Attraktivität einer Website für Besucher. Je höher dieser Wert, desto höher ist schließlich die Verweildauer des Besuchers auf den Webseiten.

PageRank: Der PageRank (abgek. "PR") ist ein von Google entwickeltes Maß der gewichteten Link Popularity für eine Webseite. Es ist jedoch kein Maß für die Relevanz eine Seite, wie häufig fäschlicherweise vermutet. Als PageRank wird der Wert bezeichnet, mit dem Google eine Webseite aufgrund der Zahl und dem Gewicht ihrer Inbound Links bewertet. Dieser Wert, meist dargestellt als Zahl zwischen 0 und 10, kann z.B. mit Hilfe der Google Toolbar für eine Webseite angezeigt werden. Ein hoher PageRank korrespondierte in Google früher deutlich mit einer hohen Ranking-Position. Dieser Zusammenhang scheint seit dem Jahreswechsel 2003 / 2003 nicht mehr in der bisherigen Deutlichkeit zu gelten. Websites, deren Seiten einen hohen PageRank aufweisen, profitieren jedoch von verschiedenen Vorteilen: Sie werden z.B. häufiger und tiefer gespidert.

PageRank Drain: Dt. "PageRank-Abfluß". Der PageRank ist ein seitenbezogenes Konzept und spiegelt das "Gewicht" einer Webseite wider (nicht dessen Relevanz). Der PageRank einer Seite steigt, je mehr Webseiten auf diese verlinken und je mehr PageRank diese an die Seite vererben können (je mehr PageRank eine Webseite hat, desto mehr kann Sie über Outbound Links vererben). Dabei gilt, dass der vererbte PageRank einer Seite zwischen allen Outbound Links aufgeteilt wird. Beispiel: Eine Seite mit einem PageRank von 7 und einem Outbound Link dürfte an die verlinkte Seiten einen PageRank von 6 weitergeben. Hat die gleiche Seite jedoch 100 Outbound Links, dann sinkt der Wert des vererbten PageRanks pro Link deutlich ab. Das gleiche Prinzip gilt nicht nur bei der Verlinkung zwischen unterschiedlichen Domains, sondern auch zwischen den Seiten einer Domain. Diese Distribution von PageRank bildet ein wesentliches Fundament der Ranking-Algorithmen von Google. Es gibt Formen der PageRank-Weitergabe, die vom Webmaster unerwünscht sein sollten, und welche unter der negative Bezeichnung "PageRank Drain" zusammengefasst werden. Ein typischer Fall eines fahrlässigen PageRank Drain innerhalb einer Website ist die Errichtung einer "Startseite" als Root-URL (z.B. in Form einer "Splash Page"). Derartige Startseiten verfügen i.d.R. nur über einen Outbound Link auf eine folgende Webseite, erhalten aber wegen ihrer Eigenschaft als Root-URL fast alle Inbound Links. Durch diese Vorschaltung der (i.d.R. nutzlosen) Startseite "fließt bereits PageRank ab", und die Distribution des PageRank innerhalb der Website ist nicht optimal. Eine hervorragende Darstellung zum Thema PageRank-Distribution bietet die Website von  eFactory. Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass der PageRank zwar nach wie vor wichtig ist, die Ermittlung der Relevanz einer Seite in Google jedoch seit den Updates zum Jahreswechsel 2003/2004 wesentlich von anderen Faktoren beeinflusst wird. Websites, die penibel darauf bedacht sind, Outbound Links zu vermeiden, um einen PageRank Drain zu verhindern, reduzieren ihr Ranking-Potential erheblich. Für ein gutes Ranking scheint die Einbettung einer Website in ein "thematisches Verlinkungskonzept" von erheblicher Bedeutung zu sein. Aktuell: Seit Ende Mai 2005 zeigt die Google Toolbar keinen PageRank mehr an.

Paid Placement: Dt. "Bezahlte Platzierung". Aufnahme in die Ergebnisseiten einer Suchmaschine gegen Bezahlung, wobei eine bestimmte Position in Bezug auf bestimmte Keywords erreicht werden kann, sofern der Preis stimmt. Der Preis wird meist in einem offenen Bieterverfahren in Bezug auf die Kosten pro Click festgelegt (Pay per Click). Damit hängen die Kosten vor allem vom Wettbewerb um eine bestimmte Suchmaschinen-Position ab. Wird in unterschiedlichen Varianten z.B. von Overture, Espotting und Google (Adwords) praktiziert, wobei die bezahlten Suchergebnisse je nach Suchmaschine mehr oder weniger deutlich gekennzeichnet werden und damit als Paid Placements erkennbar sind.

Paid Ranking: Dt. "Bezahlte Positionierung". Aufnahme in die Ergebnisseiten einer Suchmaschine ähnlich wie beim Paid Placement. Im Unterschied zum Paid Placement werden die Paid Ranking-Suchergebnisse nicht deutlich gekennzeichnet, so dass diese kaum oder gar nicht von den normalen Suchergebnissen zu unterscheiden sind.

Position Monitoring: Dt. "Positions-Überwachung". Bezeichnet die Beobachtung des Ranking-Erfolgs von Maßnahmen der Suchmaschinenoptimierung. Zur systematischen Verfolgung des Ranking einer Webseite bei Suchmachinen stehen zahlreiche Online-Dienste und Programme zur Verfügung. Abzuraten ist allerdings von einer übertriebenen Nutzung automatischer Prozesse zur Überprüfen der Suchmaschinen-Position.

Proxy-Server: Proxy-Server werden oftmals von Internet-Providern betrieben, um Webseiten, die häufig abgerufen werden, zwischenzuspeichern. Wenn erneut ein Abruf der selben Webseite von einem Kunden des Internet-Providers erfolgt, prüft der Proxy-Server, ob die Daten der Webseite bereits beim Provider vorhanden sind. Ist dies der Fall, bekommt der Besucher der Webseite eine "Kopie" aus dem Cache geliefert, die schneller übertragen werden kann als das "Original". Sind die Daten der Webseite noch nicht vorhanden, verbindet der Proxy-Server den Besucher weiter zu der gewünschten Adresse. Der Einsatz von Proxy-Servern erschwert das Monitoring von Besucherzahlen einer Webseite im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung, da (ohne technische Gegenmaßnahmen) nicht alle Besuche vom Website-Betreiber erfasst werden können.

Ranking: Bezeichnet die Bildung einer Rangfolge aller Suchergebnisse auf Basis der Ranking-Algorithmen einer Suchmaschine. Das Ziel der Suchmaschinenoptimierung ist es, eine vordere Position im Ranking von Suchmaschinen zu erreichen.

Ranking-Algorithmus: Mathematische Formel zur Berechnung der Ranking-Position bzw. Rangfolge einer Webseite in Bezug auf eine bestimmte Suchanfrage. Jede Suchmaschine verwendet eigene Algorithmen, mit der Ergebnis, dass die gleiche Webseite bei verschiedenen Suchmaschinen sehr unterschiedlich gerankt sein kann. Von Google ist bekannt, dass mehr als 100 Faktoren in die Berechnung des Ranking einfließen.

Ranking-Analyse: Untersuchung der Ergebnisseiten einer Suchmaschine für eine bestimmte Suchanfrage. Es wird nach auffälligen Mustern (z.B. Worthäufigkeit, Wortdichte, Wortposition usw.) gefahndet, die Aufschlüsse über die aktuellen Ranking-Algorithmen einer Suchmaschine erlauben. Dabei wird vor allem nach Gemeinsamkeiten der Ergebnisse in Top-Positionen gesucht, um die eigenen Webseiten auf Basis dieser Erkenntnisse zu optimieren und ebenfalls eine Top-Position zu erreichen. Nach der Änderung der Algorithmen der Suchmaschine Google Anfang 2004 ist die Google-Ranking-Analyse schwieriger geworden, da "On the Page"-Faktoren offenbar deutlich an Bedeutung eingebüsst haben.

Recall: Dt. "Wiederaufrufbarkeit". Die Qualität von Suchmaschinen-Ergebnisse wird u.a. nach dem Recall-Kriterium gemessen. Ein hoher Recall-Wert bedeutet, dass ein Großteil der Webseiten, die eine Suchanfrage befriedigen, tatsächlich gefunden wurden.

Recency Bonus: Dt. "Neuigkeiten-Bonus", auch "Fresh Bonus". Häufig wird in Foren die Beobachtung beschrieben, dass Webseiten, die neu in den Datenbestand von Google aufgenommen werden, zunächst eine unerwartet gute Ranking-Position einnehmen, in den Folgemonaten jedoch im Ranking abfallen. Dieser Ranking-Vorteil neu aufgenommener Webseiten wird meist als "Recency Bonus" oder "Fresh Bonus" bezeichnet. Auf welcher technischen Grundlage dies funktioniert, ist Anlaß einiger Spekulation. Hinter diesem Phänomen steht jedoch offenbar Googles Bestreben, seinen Nutzern einen möglichst aktuellen Datenbestand zu präsentieren. Eine andere Form eines "Neuigkeiten-Bonus" besteht darin, dass Seiten, die häufiger geändert werden, in der Folge auch häufiger Besuch vom Googlebot erhalten. Tatsächlich fällt seit etwa Anfang 2004 auf, dass die Zahl der "Fresh-Tags" (den Hinweisen auf das letzte Aktualisierungdatum unter den Google Suchergebnissen) deutlich zugenommen hat.

Redirect: Dt. "Weiterleitung". Bezeichnet eine Webseite, die den Besucher sofort oder nach einem vorgegebenen Zeitraum automatisch an eine andere Webseite weiterleitet. Redirects können auf verschiedene Weise realisiert werden, z.B. durch Meta-Refresh, Script-Sprachen oder auch serverseitig. Je nachdem, wie Weiterleitungen realisiert werden, können diese von Suchmaschinen identifiziert und als Spam abgestraft werden.

Redundanz: Redundanz bezeichnet das mehrfache Vorhandensein von Informationen an verschiedenen Stellen eines Datenbestands. In der Regel wird Redundanz im Rahmen von Websites als Verstoß gegen die Usability betrachtet. Im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung kann sich ein gewisses Maß an Redundanz jedoch als sinnvoll erweisen. Meine Vermutung: Bei der Schaffung von themenbasierten Websites wirkt sich eine angemessene "vertikale Redundanz" (bezogen auf die Navigationsebenen) auf die Position in Google vorteilhaft aus. Gewarnt wird jedoch vor "Duplicated Content" und schlichten Doorway Pages ohne eigenen Informationswert, da diese zu Recht der Kategorie Spam zuzuordnen sind.

Referrer: Dt. "Verweisende Seite". Der Referrer ist die zuletzt besuchte URL und wird als Teil des Http-Headers übermittelt, wenn eine neue Webseite besucht wird. Anhand von Logfiles können die Referrer ausgewertet werden um ein Bild von der Herkunft der Besucher zu erhalten.

Reinclusion Request: Dt. "Antrag auf Wiederaufnahme". Es kommt vor, dass Websites von einem Suchmaschinen-Betreiber mit einer Strafe belegt werden (z.B. "PageRank 0" oder Ausschluß aus dem Datenbestand). Hauptursache ist hier meist die Verwendung von Spam-Maßnahmen (z.B. versteckter Text, Weiterleitungen etc.) oder die Verlinkung zu einer Website aus der Kategorie "Bad Neighbourhood". In diesem Fall bieten einige Suchmaschinen die Möglichkeit, um eine Rücknahme der Strafe bzw. um Wiederaufnahme in den Datenbestand zu bitten. Hierbei sollte man offen darlegen, dass die Ursache für die Bestrafung aus der Welt geschafft ist. Es empfiehlt sich eine diplomatische Vorgehensweise bei der Formulierung des E-Mails, denn ein Rechtsanspruch besteht nicht. Im Falle von Google ist eine E-Mail an webmaster[et]google.com mit dem Betreff "Reinclusion Request" zu senden. Ein Reinclusion Request ist in "leichten Fällen" (z.B. bei "PageRank 0" wegen verstecktem Text) nicht unbedingt notwendig, da es bei Google oftmals ausreicht, die kritische Ursache der Bestrafung auszuschalten und eine Zeit zu warten. Meist wird die Bestrafung automatisch wieder zurückgenommen. Sollte eine Website durch Spam allerdings vollständig aus dem Datenbestand entfernt worden sein, sollte man auf diesen Automatismus nicht hoffen.

Relativer Link: Adresse einer Webseite ohne Angabe des Hostnamens bzw. der Domain. Die Zieladresse des Links ist damit relativ zum derzeitig besuchten Dokument. Beispiel eines relativen Links: "../relativer-link.htm"). Siehe in Abgrenzung "Absoluter Link".

Reziproker Link: Siehe auch "Link-Tausch". Gegenseitige Verlinkung: Webseite A linkt zu B und Webseite B linkt zu A.

Robots.txt: Mit dieser Textdatei im Hauptverzeichnis einer Website können Spider i.d.R. davon abgehalten werden, bestimmte Dateien oder Ordner zu spidern und zu indexieren. Seriöse Suchmaschinen-Spider halten sich an diese Anweisungen. Webseiten, die absolut nicht gespidert werden dürfen, sollten unbedingt in einem passwortgeschützten Verzeichnis untergebracht werden. Spider, die sich nicht an die Robots.txt halten wollen, können vom Webmaster über die IP bzw. den Agent-Name erkannt werden und über die Htaccess-Datei vom Zugriff auf die Website abgehalten werden.

Sandbox Erweiterung - Die Google Sandbox sollte hier eigentlich jedem bekannt sein, da sie wahrscheinlich schon jeder bei einer neuen Seite gespürt hat. Dennoch will ich noch einmal kurz den Sinn der Sandbox erlätern:
Die Google Sandbox erfüllt den Zweck, dass neue, frische Seiten nicht in sehr kurzer Zeit die SERPs stürmen und sich innerhalb kürzester Zeit TOP-Positionen sichern können. Sie sorgt für Abwertungen bei jungen Projekten, welche beispielsweise einen unnatürlichen Linkaufbau ausweisen oder Ähnliches.

Das soll sich nun geändert haben. Die Google Sandbox ist nun laut Tameco.eu um ein Vielfaches erweitert worden. Sie gilt nun nicht mehr nur für junge Seiten, sondern auch ältere Webseiten sind betroffen und können ebenso schnell abgewertet werden. Damit soll verhindert werden, dass sich ein Webseitenbetreiber einfach eine uralte Domain mit TOP Rankings schnappt und mal schnell den Content umgestaltet, damit diese Seite bei anderen Keywords auch ein gutes Ranking erhält.
Das beudetet nun, dass alte Webseiten bei (grundlegenden) Änderungen / Erweiterungen des Contents sowohl auf der Startseite als auch auf Unterseiten (annähernd) genauso wie junge Webseiten behandelt werden.

Seitenaustausch: Eine für Suchmaschinen-Spider optimierte Webseite wird bei Suchmaschinen angemeldet. Nach der Indexierung durch die Suchmaschine wird die Webseite gegen eine Webseite ausgetauscht, die für menschliche Besucher optimiert ist. Diese Methode wird von Suchmaschinen als Spam gewertet. Zudem funktioniert sie nur schlecht, da die Spider wichtiger Suchmaschinen häufig und unregelmäßig Webseiten besuchen, und der richtige Austauschzeitpunkt damit unkalkulierbar ist.

Semantische Analyse: Semantik ist ein Teilgebiet der Sprachwissenschaft und befasst sich mit der Strukturierung und Bedeutung von Sprache. Es ist zu erwarten, dass die semantische Analyse von Webseiten bei künftigen Suchmaschinen-Algorithmen eine wachsende Rolle spielen wird - oder möglicherweise bereits spielt. Google hat z.B. im März 2003 das Unternehmen Applied Semantics gekauft, das sich darauf spezialisiert hat, Inhalte von Webseiten semantisch zu analysieren, um die geeignete Werbung auf den entsprechenden Seiten einzublenden. Auf genau diesen Fähigkeiten basiert das Werbeprogramm "Adsense", mit dem Google seit 2003 seine "Adwords"-Anzeigen in Abhängigkeit von Textinhalten in Webseiten von Partnern einblendet. Es wäre ein konsequenter Schritt, wenn Google die Möglichkeiten der semantische Analyse auch für seine normalen Suchergebnisse nutzen würde, um z.B. das Thema von Webseiten oder die inhaltliche Verwandschaft von verlinkten Webseiten zu ermitteln. Auf diese Weise wären neue Möglichkeiten für die Ermittlung der Relevanz von Webseiten sowie der Spam-Erkennung gegeben.

Snippets sind die Beschreibungen von Webseiten in den Suchergebnisseiten (SERPs) einer Suchmaschine.
Sie entsprechen meistens der Meta-Description der entsprechenden Webseite. Falls keine Meta-Description vorhanden ist, so wird der erste Satz herangezogen, in dem das Keyword oder die Keyword-Phrase auf der Webseite vorkommt.

SERP: Engl. Abk. von "Search Engine Results Page", dt. "Suchmaschinen-Ergebnisseite". Webseite in einer Suchmaschine, die die Ergebnisse einer Suchanfrage auflistet.

SERPS Pollution: Abk. von "Search Engine Results Pages Pollution", dt. "Verschmutzung der Ergebnisseiten von Suchmaschinen". Bezeichnet im Englischen umgangssprachlich das auch hierzulande bestens bekannte Phänomen, dass Ergebnisseiten von Suchmaschinen zahlreiche Webseiten auflisten, die im Allgemeinen als "False Drops" (siehe ebd.) oder treffender - als irrelevanter Müll - zu bezeichnen sind. Hierzu zählen aggressive Formen von Doorway-Pages, Linklisten, Affiliate-Seiten und dergleichen, die sich durch Inhaltsleere auszeichnen und vom Suchmaschinen-Nutzer regelmäßig als Zeitverschwendung oder Manipulationsversuch betrachtet werden. Wie immer, sind auch hier die Grenzen fliessend.

Server Side Includes: Abk. "SSI". Webserver-Erweiterung, die es erlaubt, Webseiten dynamisch zu generieren bzw. zu modifizieren. Vor Auslieferung einer Webseite an einen Browser-Client werden darin enthaltene Befehle ausgeführt. So können z.B. der Inhalt einer externen Datei oder die Daten eines vor Auslieferung der Webseite aufgerufenen Programms in den Quellcode einer ausgelieferten Webseite übernommen werden. Im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung erlaubt SSI eine Reihe interessanter Anwendungen.

Session ID: Wert, der einen Nutzer(-vorgang) gegenüber dem Web-Server jeweils eindeutig identifiziert. Die Session ID kann z.B. über Cookies oder als Bestandteil der URL an ein Folgeskript übergeben werden, damit dieses die Sessiondaten auf dem Server wiederfinden kann. Session IDs setzen eine serverseitige Skript-Sprache wie z.B. PHP voraus.

Sitelinks: Bei der Betrachtung von Suchergebnisseiten in Google zu einem populären Suchbegriff tauchen manchmal unterhalb des ersten Eintrags weitere Links in die innere Struktur des Erstplatzierten auf. Diese zusätzlich angezeigten Links nennt Google selbst "Sitelinks". Man versuche zu Veranschaulichung in Google eine Suche nach "Rezepte". Sitelinks werden von Google automatisch ermittelt und sollen dem Suchenden helfen, direkt die gewünschten Inhalte in einer populären Website zu finden.

Slow Death: Dt. "Langsamer Tod". Bezeichnet das langsame Verschwinden der Seiten einer Website aus den Ergebnisseiten von Suchmaschinen. Bei der Suchmaschine Google beginnt dieser Prozess damit, dass in den Ergebnisseiten mehr und mehr Seiten einer Website nur noch als URL und ohne jegliche Beschreibung dargestellt werden. Der Slow Death endet dann mit dem vollständigen Verschwinden einer Website aus dem Index der Suchmaschine. Eine häufigste Ursache dieses Phänomens scheint die Verwendung von Duplicated Content auf einer Website zu sein.

Spam-Report: Da Spam die Qualität von Suchergebnissen beeinträchtigt, bieten viele Suchmaschinen an, Websites zu melden, die Spam-Maßnahmen verwenden. Ein solcher "Spam-Report" besteht in der Regel aus einem Kontaktformular, in dem um nähere Informationen zum mutmaßlichen Spam-Fall gebeten wird. Wie in Foren immer wieder zu lesen ist, führt bei Google ein  Spam-Report offenbar nur in extrem schweren Fällen überhaupt zu einer entsprechenden Reaktion. Google versteht sich in erster Linie als Technologie-Unternehmen, weswegen man versucht, Spam durch technologischen Fortschritt zu lösen, statt durch fallweise Eingriffe.

Splash Page: Homepage einer Website, die sich dadurch auszeichnet, dass sie nur Grafik oder animierte Effekte beinhaltet. Ein gutes Beispiel sind die früher sehr beliebten Introseiten mit Flash-Animationen. Im Einzelfall können Splash Pages die Indexierung in Suchmaschinen sogar verhindern, wenn z.B. der einzige Link zu den anderen Webseiten auf Basis von JavaScript realisiert wurde und Spider diesem Link nicht folgen.

Spoofing: Bezeichnet in der Regel das Einfügen einer falschen IP-Absenderadresse in die Kommunikation mit einem Server. Man gibt sich gewissermassen als jemand anderer aus, als man ist (IP-Spoofing). Spoofing kann von Suchmaschinen-Betreibern verwendet werden, um Spam-Webseiten zu enttarnen, die Cloaking-Maßnahmen einsetzen. Eine andere Variante ist das DNS-Spoofing. Hierbei eignet man sich den DNS eines anderen Servers an. Durch diese Manipulation können Internet-Adressen auf einen anderen Server geleitet werden.

Stemming: Dt. "Bildung von Wortstämmen". Bezeichnet die Reduzierung eines Wortes auf seinen Wortstamm. Stemming wird von fortschrittlichen Suchdiensten genutzt, um die Zahl gefundener Suchergebnisse zu maximieren und den Recall zu verbessern. Stemming ermöglicht z.B., dass das Wort "Optimierung" auch dann gefunden wird, wenn jemand "Suchmaschinenoptimierung" oder "optimieren" in die Suchmaschine eingibt. Seit Anfang 2004 kommt auch im deutschsprachigen Teil Googles Stemming zum Einsatz.

Stop Word: Dt. "Stop-Wort". Worte ohne eigentlichen Informationsgehalt und/oder extrem großer Häufigkeit im Sprachgebrauch wie z.B. "der, die, das, ein, und, oder" usw. Stop-Worte werden von den meisten Suchmaschinen im Rahmen normaler Suchprozesse ignoriert. Zu diesem Zweck pflegen Suchmaschinen entsprechende Stop-Wort-Listen, die bei Bedarf erweitert werden. So ist z.B. "www" bei Google ein Stop-Wort. Nach Stop-Worten kann gesucht werden, wenn man die Phrasen-Suche verwendet (bei Google wird hierfür der Suchstring in Anführungszeichen gesetzt).

Suchmaschine: Engl. "Search Engine". Suchdienst, der es Internet-Nutzern ermöglicht, anhand von Keywords Webseiten zu finden, die diese Keywords enthalten. Suchmaschinen spidern die Inhalte von Webseiten, erfassen dieser Inhalte in Datenbanken und ermöglichen über Suchanfragen den Zugriff auf die indexierten Daten. Neben Verzeichnissen sind Suchmaschinen das zentrale Navigationsinstrument für das Internet. Suchmaschinen bestehen üblicherweise aus folgenden Komponenten: Spider: Ein Spider (auch "Crawler" oder "Robot" genannt) bewegt sich durch das Verfolgen von Links selbständig durch den Datenbestand des Internets. Merkmalsextraktor: Extrahiert relevante Merkmale und Texte aus den gefundenen Webseiten. Durch die Merkmalsextraktion wird die Datenmenge bereits deutlich verkleinert. Indexierer: Verwaltet die extrahierten Merkmale und Texte der Dokumente und erlaubt den schnellen Zugriff über diese Merkmale und Texte. Sortierer: Ordnet die Dokumente gemäß ihrer Relevanz in Bezug auf eine Suchanfrage. Hierbei kommen spezielle Algorithmen zum Einsatz. User-Interface: Ermöglicht das Formulieren einer Suchanfrage und die Präsentation der Suchergebnisse in geordneter Form [Quelle: Unterlagen einer Multimedia Retrival-Vorlesung an der ETH Zürich].

Suchmaschinen-Anmeldung: Anmeldung von Webseiten über ein entsprechendes Formular bei Suchmaschinen. Ziel der Anmeldung ist es, in den Datenbestand der Suchmaschine aufgenommen zu werden. Kann manuell oder mittels automatisierter Tools erfolgen. Zwischen Anmeldung und Aufnahme in den Datenbestand können Monate vergehen. Eine Anmeldung ist bei leistungsfähigen Suchmaschinen überflüssig, wenn eine Webseite durch vorhandene Backlinks bei einem künftigen Spider-Prozess der Suchmaschine ohnehin gefunden wird. Leider gibt es nicht viele leistungsfähige Suchmaschinen.

Suchmaschinen-Marketing: Umfasst alle Maßnahmen, die darauf anzielen, die Funktion von Suchmaschinen zum Zweck der Kundengewinnung zu nutzen. Suchmaschinenoptimierung ist ebenso Teil des Suchmaschinen-Marketing wie auch die kostenpflichtige Platzierung von Einträgen in den Suchergebnissen (siehe z.B. Paid Placement).

Suchmaschinen-Optimierung: Engl. "Search Engine Optimization", Abk. "SEO". Alle Maßnamen, die darauf abzielen, durch Erfüllung der Relevanz-Kriterien von Suchmaschinen für eine Webseite in den Suchmaschinen-Ergebnisseiten eine höhere Position zu erzielen. Suchmaschinenoptimierung umfasst einerseits Maßnahmen der "On the Page-Optimierung", wie z.B. Änderungen an der Struktur oder den Inhalten von Webseiten, andererseits Maßnahmen der "Off the Page-Optimierung", wie z.B. die aktive Gewinnung von Backlinks zur Verbesserung der Link Popularity einer Webseite.

Syntax: Dt. "Schreibweise". Im Zusammenhang mit Suchmaschinenoptimierung sind Regeln für die Schreibweise von Eingaben in die Suchmaske von Suchmaschinen gemeint. Jede Suchmaschine hat ihre eigene Syntax für die Verknüpfung von Suchbegriffen

Term Vector: Liste der Worte einer Webseite [oder Website] in binärer Form zur Ermittlung der thematischen Breite einer Webseite [oder Website]. Term Vectors werden bei einigen Suchmaschinen auch zur Ermittlung inhaltlicher Dubletten oder zur Erkennung von Spam eingesetzt

Themenrelevanz von Backlinks ist ein sehr umstrittenes Thema. Die einen sind der Meinung, dass themenrelevante Backlinks die einzigen sind, die überhaupt zählen. Andere glauben, dass sie einfach nur besser gewertet werden und mehr ins Ranking einfließen, wie themenfremde oder nur bedingt themenrelevante Links. Nur sehr wenige SEOs zweifeln daran, dass Google themenrelevante Links schon bewertet bzw. erkennt.

Für mich ist eigentlich klar, dass die Themenrelevanz bei Backlinks (noch) nicht ins Ranking einfließt, wie ich hier schon erwähnt hatte.
Warum ich das denke?
Ganz einfach: Durch Tests. Einach ausprobieren. Oder durch eine Analyse der SERPs:
Am einfachsten erkennt man, dass die Themenrelevanz (noch) nicht ins Ranking einfließt, wenn man die Backlinks von Suchergebnissen - zum Beispiel der TOP 10 - bei umkämften Keywords wie beispielsweise "Suchmaschinenoptimierung", "Sudoku" oder sonstige anschaut.
Bei Sudoku ist beispielsweise interessant, dass Wikipedia zur Zeit erst auf Platz 5 erscheint. Wo doch Wikipedia fast nur themenrelevante Backlinks aufweist?
Dagegen die anderen Webseiten, die bei solchen Keywords in den TOP 10 erscheinen, weisen hauptsächlich themenfremde Links auf. Solche Links, die eigentlich nichts oder nur wenig zählen sollten, laut sehr vielen SEOs.

 

Theme Based Websites: Dt. "Themenbasierte Websites". Im Bereich Suchmaschinenoptimierung wird dieses Thema derzeit intensiv diskutiert. Die - sehr plausible - These ist hierbei, dass leistungsfähige Suchmaschinen dazu übergehen, das Thema von Websites zu ermitteln. Dieses könnte zwei Auswirkungen haben: Erstens könnten Websites mit einer großen Zahl von Seiten zum gleichen Thema einen Ranking-Vorteil haben. Zweitens könnten Links von thematisch verwandten Seiten beim Ranking ein höheres Gewicht erhalten als solche, deren Ursprungsseite nicht zum Thema gehört. Die Suchmaschine Google zeigt mit ihrem Adsense-Programm, dass sie die Ermittlung des Themas von Webseiten beherrscht. Es wäre nur konsequent, diese Fähigkeiten auch im Bereich der Such-Algorithmen einzusetzen. Auf diese Weise wäre auch ein weiterer Schritt bei der Abwertung künstlicher Verlinkungs-Konstruktionen (siehe "Gästebuch-Spam" oder "Link-Listen) getan.

Thesaurus: Algorithmus, der zu einem gegebenen Keyword geeignete Synonyme vorschlägt. Im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung ist die Nutzung eines Thesaurus sinnvoll, um alternative Suchbegriffe zu ermitteln, unter denen Internet-Nutzer eine Webseite suchen könnten.

Tracking: Dt. "Nutzer-Verfolgung". Verfolgung von Nutzerbewegungen im Internet. Über den Referrer, der mit dem HTTP-Header übermittelt wird, kann z.B. festgestellt werden, auf welcher Webseite ein Nutzer zuvor war, bevor er eine Webseite aufruft. Auf dieser Weise kann nachvollzogen werden, über welchen Inbound Link ein Nutzer auf eine Website gekommen ist. Zudem kann ermittelt werden, für welche Seiten einer Website sich ein Besucher interessiert hat usw. Tracking ist eine wichtige Voraussetzung für die Erfolgskontrolle im Online-Marketing (vgl. "Logfile").

Traffic ist englisch und bedeutet wörtlich übersetzt "Verkehr".
Unter Webmaster wird es fälschlicherweise manchmal für die Besucherzahlen einer Webseite verwendet. Eigentlich bezeichnet der Traffic einer Webpräsenz den "Verkehr", also die Anzahl der MegaByte, GigaByte bzw. die Datenmenge, die vom Server abgerufen werden.

Trustrank: Trustrank bezeichnet ein Verfahren zur Qualitätsbeurteilung von Websites durch Suchmaschinen. Es geht zurück auf die Forschungspublikation  "Combating Web Spam with TrustRank" aus dem Jahr 2004, die von zwei Stanford-Wissenschaftlern und einem Yahoo-Mitarbeiter verfasst wurde. Das Trustrank-Verfahren soll Suchmaschinen erlauben, Spam-Websites besser zu identifizieren. Das Verfahren nutzt das Konstrukt der "Vertrauenswürdigkeit": Suchmaschinen verstehen einen Link nach wie vor als eine Art "Empfehlung" durch die verlinkende Website. Doch wie vertrauenswürdig ist die Website wirklich, die einen Link gesetzt hat? Könnte es sich um den Versuch einer Spam-Website handeln, einer anderen Spam-Website durch einen Link eine bessere Position in Suchmaschinen zu verhelfen? Das Trustrank-Verfahren versucht, auf diese Frage eine Antwort zu finden: Es wird von der realistischen Überlegung ausgegangen, dass Spam-Websites keine Links ("Empfehlungen") von Websites erhalten, die selbst nicht der Kategorie Spam zuzuordnen sind, also als "vertrauenswürdig" eingestuft werden können. Um ein Trustrank-Prozess zu starten, ist es zunächst notwendig, eine bestimmte Anzahl von Websites hinsichtlich ihres Spam-Status manuell zu bewerten; die Linkstrukturen dieser "vertrauenwürdigen Teilmenge" von Websites werden dann als Ausgangspunkt für die Trustrank-Berechnungen genutzt. Ein Link von einer vertrauenswürdigen Website erhöht den Trustrank (bzw. die Vertrauenswürdigkeit), ein Link von einer Spam-Website reduziert den Trustrank. Google hat sich 2005 den Begriff "TrustRank" schützen lassen. Ob, wann und in welcher Form dieses Verfahren zum Einsatz kommen wird, bleibt abzuwarten.

Überschriften-Tags: Die Überschriften-Tags H1 bis H6 werden für Überschriften (engl. "Headlines") verwendet. Keywords in Überschriften-Tags werden von einigen Suchmaschinen höher gewichtet als normaler Text.

Unterstrich: Es kann vorteilhaft sein, im Namen einer Webseite die betreffenden Keywords zu nennen, für die die Seite optimiert ist (z.B. www.xyz.de/keyword1-keyword2.htm). Lange Zeit wurde darüber diskutiert, ob als Trennzeichen zwischen den Keywords in einer URL der Bindestrich (-) und der Unterstrich (_) gleichwertig sind. GoogleGuy (siehe ebd.) hat sich im April 2004 zu diesem Thema geäußert: Er hat empfohlen, keine Unterstriche zu verwenden, da die Begriffe in der URL vor und nach dem Unterstrich von Google zu einem Wort zusammengezogen werden. Google erkennt keine Keywords in URLs als eigenständige Worte, wenn diese durch Unterstriche getrennt werden. Im Unterschied zum Bindestrich werden mit einem Unterstrich Worte also nicht getrennt, sondern kombiniert. Im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung sollte der Unterstrich also nur vorsichtig eingesetzt werden. Quelle:  GoogleGuy im Forum Webmasterworld am 22. April 2004.

Update: Von einem "Update" im Zusammenhang mit Suchmaschinen spricht man, wenn eine Suchmaschine seinen Datenbestand aktualisiert oder aber die Art und Weise verändert, nach welchen Kriterien die Ergebnisse gelistet werden. Im Zusammenhang mit Google kann man vier Formen von Updates unterscheiden: 1.) Index-Update: Aktualisierung des Datenbestands, z.B. durch Aufnahme neuer Webseiten (findet täglich statt). 2.) PageRank-Update: Sichtbare Anpassung der PageRank-Werte von Webseiten in Abhängigkeit von der Zahl und Art der Inbound Links (fand - zumindest bis zum Sommer 2004 - ca. monatlich statt). 3.) Backlink-Update: Sichtbare Erfassung von Inbound Links auf eine Website als Backlinks (findet ca. monatlich statt). Die faktische (aber nicht über den Befehl "link:http://www.webseite.de" sichtbare) Berücksichtung von Inbound Links als Backlinks scheint Google-intern bereits im Rahmen von Index-Updates stattzufinden. 4.) Algorithmen-Update: Veränderung der Kriterien, die für die Ermittlung des Rankings in einer Suchmaschine verantwortlich sind. Algorithmen-Updates führen vielfach zu erheblichen Veränderungen in den Ergebnisseiten von Suchmaschinen (siehe z.B. "Florida-Update"). Eine aktuelle Liste von  Suchmaschinen-Updates seit Anfang 2004 findet sich auf der Website www.seo-consulting.de von Sebastian Karpp.

URL-Hijacking: Dt. "URL-Entführung". Diese spezielle Form der Entführung verdient einen eigenen Eintrag, da sie gerade in letzter Zeit häufig diskutiert wird. Mit dem Begriff "URL-Hijacking" wird folgendes Phänomen beschrieben: Eine Webseite, die über einen relativ höheren PageRank verfügt, setzt einen Redirect oder eine anderer Form der Weiterleitung ("Meta-Refresh = 0") auf eine Webseite einer anderen Domain. In diesem Fall ist zu erwarten, dass die weiterleitende Webseite die Original-Webseite (auf die weitergeleitet wird) in den Suchergebnissen einiger Suchmaschinen verdrängt. In den Suchergebnisse tauchen dann die Inhalte der Original-Webseite unter der URL der weiterleitenden Domain auf, während die Original-URL selbst nicht mehr adäquat gelistet wird (die URL der Original-Webseite wird also "entführt" oder "hijacked"). Ein URL-Hijacking kann in böser Absicht geschehen, dürfte jedoch in der Regel eine andere Ursache haben: Häufig werden über Redirects z.B. Tracking-Verfahren realisiert, mit denen gemessen wird, wie oft ein Link angeklickt wurde. Gelegentlich ist ein URL-Hijacking auch das ungewollte Ergebnis von Webmastern und Webkatalog-Betreibern, die in der paranoiden Angst, noch einen "originalen Link" auf andere Websites zu setzen, mit Redirects arbeiten. Wie auch immer: Für den Betreiber einer Website, dessen Startseite "hijacked" ist das Ergebnis unerfreulich und die Ursache sollte behoben werden. Bis zu dem Tag, an dem Suchmaschinenbetreiber eine Lösung für dieses Problem umgesetzt haben, empfiehlt es sich dringend, mit der Website oder dem Webkatalog, der die eigene(n) Seite(n) entführt hat, Kontakt aufzunehmen und darum zu bitten, den "Link" bzw. Redirect ganz zu entfernen. Zudem sollte daran gearbeitet werden, eine starke Verlinkung für die eigene Website zu erreichen, denn ein URL-Hijacking funktioniert nur, wenn die "Opfer-Website" einen niedrigeren PageRank hat.

Validierung: Bezeichnet die Prüfung einer Webseite auf W3C-konformen bzw. korrekten (validen) HTML-Quellcode. Für die Suchmaschinenoptimierung ist es wichtig, dass eine Webseite weitgehend validen HTML-Code beinhaltet, da fehlerhafter Quellcode zu Problemen mit Suchmaschinen-Spidern führen kann. Es ist daher zu empfehlen, mit einem sogenannten Validator die Webseiten auf korrekte HTML-Syntax hin zu überprüfen, bevor eine Anmeldung in Suchmaschinen erfolgt.

Versteckter Text: Engl. "Hidden Text". Text, der in der Ansicht einer Webseite im Browser nicht sichtbar ist. Versteckter Text wird von Spammern gerne genutzt, um Keywords in einer Webseite unterzubringen, ohne dabei die Gestaltung der Webseite zu beeinträchtigen. Versteckter Text kann auf verschiedene Weise realisiert werden: Text in gleicher Farbe wie der Webseiten-Hintergrund, Text in gleicher Farbe wie ein Bild hinter dem Text oder Nutzung der "Display: None"- oder "Visibility: Hidden"-Befehle in Cascading Style Sheets. Text in der gleichen Farbe wie der Webseiten-Hintergrund wird zuverlässig von den meisten Suchmaschinen erkannt und als Spam bestraft.

Verzeichnis: Auch "Katalog". Keine Suchmaschine im eigentlichen Sinne, sondern ein von Menschen zusammengestellter Katalog von Links und Beschreibungen. Verzeichnisse werden durch Mitarbeiter von Hand erstellt bzw. geprüft. Alle Einträge werden einer Kategorie eines Verzeichnisbaums zugewiesen. Dabei wird nicht der Volltext von Webseiten indexiert, sondern meistens nur wenige Zeilen beschreibenden Textes. Die Suche in einem Webkatalog ist daher stets auf die Kurzbeschreibungen begrenzt (welche entsprechend gut formuliert sein sollten). Ein Eintrag in Verzeichnisse ist sinnvoll, da Suchmaschinen Einträge bei bestimmten Verzeichnissen bei der Berechnung der Link Popularity berücksichtigen. Bekannte Beispiele sind das OPD und Yahoo.

Virtueller Server: : Wenn eine Domain auf einem virtuellen Server gehostet ist, dass bedeutet dies, dass die Domain sich einen Server mit eine Zahl weiterer Domains teilt. Dies kann für den Suchmaschinen-Optimierer zum Problem werden, wenn seine Domain sich in der Nachbarschaft von Domains befindet, die mit schwerwiegenden Spam-Maßnahmen aufgefallen sind. Dann kann eine Suchmaschine nämlich die IP des Server sperren, was für den ehrbaren Optimierer in schlechter Nachbarschaft unerfreulicher Folgen haben kann, denn auch seine Domain leidet unter der IP-Sperre (siehe auch "Dedicated Server").

White Hat SEO: Bezeichnet eine Vorgehensweise bei der Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization bzw. abgek. "SEO"), bei der die Richtlinien der Suchmaschinen eingehalten werden und vollständig auf Spam-Praktiken wie Cloaking, Weiterleitungen oder Doorway-Pages verzichtet wird (im Gegensatz zu "Black Hat SEO").

Winziger Text: Engl. "Tiny Text". Text in kleiner Schriftgröße. Winziger, am Bildschirm unlesbarer Text wird gerne eingesetzt, um zusätzliche Keywords auf einer Webseite zu verstecken. Wird von Suchmaschinen als Spam angesehen und bestraft.

Yahoo Companion Toolbar: Die Companion Toolbar von Yahoo (in der deutschen Fassung " Yahoo Assistent" genannt) bietet einige nützliche Funktionen (z.B. Bookmarkverwaltung, Direktsuche, E-Mailzugriff). Für die Suchmaschinenoptimierung relevant: Ähnlich wie die PageRank-Anzeige bei der Google Toolbar kann bei der  Yahoo Companion Toolbar der sog. "Yahoo Web Rank" abgerufen werden (siehe auch "Toolbar").

Off the Page-Optimierung: Veränderungen am technischen Umfeld und der externen Verlinkung von Webseiten, um eine bessere Suchmaschinen-Position zu erzielen. On the Page-Optimierung: Veränderungen an der Struktur oder den Inhalten von Webseiten, um eine bessere Suchmaschinen-Position zu erzielen. Die erfolgreichste Form der On the Page-Optimierung ist heute die Schaffung umfangreicher und interessanter Inhalte.

Hilltop: Bezeichnet einen Algorithmus zur Ermittlung der Relevanz einer Webseite in Bezug auf einen Suchbegriff. Hierbei hängt die Relevanz von Webeiten davon ab, wieviele unabhängige Expertenseiten - bezogen auf den Suchbegriff - auf die Webseite verlinken. Zur Feststellung der Unabhängigkeit der Expertenseiten kommen mehrere Kriterien zum Einsatz: 1.) Die ersten drei Blöcke der IP-Adresse dürfen nicht identisch sein. 2.) Der am meisten rechts liegende Teil des Domain-Namens muss sich unterscheiden (Beispiel: www.ibm.com und www.ibm.de unterscheiden sich nicht). 3.) Beziehungen zwischen Webseiten werden temporär auf andere Seiten übertragen. Beispiel: Verweisen die Seiten A, B und C auf eine Webseite und A hat Beziehungen mit B, sowie B mit C, dann wird angenommen, dass auch C mit A Beziehungen unterhält. In der Praxis werden damit gelegentlich auch 'unschuldige' Webseiten als Experten ausgeschlossen, das wird jedoch in Kauf genommen [Quelle:  www.at-web.de/technik/hilltop.htm]. Mancher vermutet, dass eine Form des Hilltop-Algorithmus mit dem Google-Update im Januar 2004 ("Florida-Update" bzw. "Austin-Update") in Kraft getreten sein könnte.

Suchmaschinenoptimierung berücksichtigt die Vorgehensweise, nach der Webcrawler verschiedener Suchmaschinen Webseiten suchen, deren Inhalte lesen und verarbeiten, nach welchen Kriterien diese bewertet und wie Suchergebnisse zusammengestellt und sortiert werden (Suchmaschinenranking). Die Arbeitsweise der Sortieralgorithmen wird von den Betreibern der Suchmaschinen geheim gehalten und häufig geändert, um Missbrauch zu erschweren und dem Benutzer nur wirklich relevante Ergebnisse zu liefern. Auf sie muss deshalb indirekt durch die Analyse der Suchergebnisse geschlossen werden. Das Aufsuchen und Einlesen der Inhalte von Webseiten folgt dagegen bekannten HTML-Standards des Web, deren Einhaltung bei der Erstellung von Webseiten den ersten und wesentlichen Schritt einer Optimierung darstellt. Ein weiterer Schritt ist die Auswahl der geeigneten Suchbegriffe. Hierzu kann man sich frei verfügbarer Datenbanken, wie einer Keyword-Datenbank oder dem Metager Web-Assoziator, bedienen. Die Metatags, welche man im Headbereich einer Homepage einarbeiten kann, verlieren dabei immer mehr an Bedeutung. Um korrekte Suchergebnisse gewährleisten zu können, werden diese von großen Suchmaschinen wie Google kaum noch beachtet. Allein die Meta-Description wird noch zur Anzeige unterhalb des verlinkten Titels in den Suchergebnisseiten (SERPS) genutzt. Wichtig ist viel Text in der betreffenden Internetpräsenz, um möglichst viele Keywordphrasen gewährleisten zu können. Besonders bedeutsam sind außerdem die Wörter, die im Seitentitel (Title-Tag), in ausgewiesenen Überschriften (H1-, H2-Tags usw.), in Textlinks (auch solchen, die auf die betreffende Seite verweisen) sowie innerhalb der URL vorkommen.

 

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