Nachrichtenagentur dapd meldet Insolvenz an
Nachrichtenagentur dapd meldet Insolvenz an – Die dapd nachrichtenagentur GmbH ist zahlungsunfähig. Die erst seit September 2010 bestehende dapd-Gruppe beschäftigt etwa 500 Mitarbeiter, betroffen von der Insolvenz sind 299 von ihnen.
Die dapd Nachrichtenagentur ist eine im September 2010 gegründete Nachrichtenagentur mit Sitz in Berlin. Sie entstand aus der früheren Nachrichtenagentur Deutscher Depeschendienst und dem deutschen Ableger der amerikanischen Nachrichtenagentur Associated Press (AP). Inhaber sind die Finanzinvestoren Martin Vorderwülbecke und Peter Löw, Gründer der luxemburgischen Beteiligungsgesellschaft bluO. Geschäftsführer und Chefredakteur war bis zum 2. Oktober 2012 Cord Dreyer.
Nach eigenen Angaben hat der Dienst einen Stamm von 700 Kunden und stellt täglich bis zu 850 Nachrichten und 2.500 Fotos bereit. Zu den Kunden zählen neben deutschen Tageszeitungen, Zeitschriften und Magazinen, Onlinemedien, TV- und Radiosendern auch Parteien und Regierungen, Unternehmen, Institutionen und Verbände.
Die Agentur bietet seit dem 1. August 2011 einen eigenen Sportdienst an und ist so neben der Deutschen Presse-Agentur (dpa) die zweite Nachrichtenagentur mit Vollangebot in Deutschland. Am 2. Oktober 2012 stellte die dapd einen Insolvenzantrag.
Die DAPD verfolgt in Deutschland mutmaßliche Urheberrechtsverletzungen in Form von Abmahnungen und Schadenersatzforderungen durch Anwälte.
Das NDR-Medienmagazin Zapp berichtete im Februar 2012 kritisch über Mitarbeiterführung und geschäftliche Methoden der Agentur.
Der Medienjournalist Stefan Niggemeier kritisierte im März 2012 eine dapd-Meldung über die geplante Einführung eines Leistungsschutzrechts für die Verlagsbranche als „grotesk propagandistisch und sachlich irreführend“.
Dapd wird auch vom Bundespresseamt finanziert. Das vom Bundespresseamt zur Verfügung gestellte Budget beträgt 1,6 Millionen Euro.
Dapd beliefert das Auswärtige Amt. Wettbewerber dpa, der diesen Auftrag zuvor ohne öffentliche Ausschreibung ausgeführt hatte, hatte sich erfolglos vor Gericht gegen den Zuschlag gewehrt
So, dann husch husch raus aus den Medien, es hat ja scheinbar den RICHTIGEN mit der Insolvenz erwischt !
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