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Shop Support News Archive - Shopbetreiber News -> Forum : Offshore Firma? Gbr?


skizzler
07.08.2008, 20:48
Angenommen Person A beschäftigt die Gründung einer Offshore Firma.

Bedenken wegen der Seriöistät möchte ich jetzt keine Hören, denn das spielt in diesem Fall so gut wie keine Rolle.

Wenn A nun über eine Gründungsagentur eine Firma samt office etc gründen lasse und dann auch ein Bankkonto habe, zahlt A im jeweiligen Land bspw. Belize keine Steuern auf seine Einnahmen.
Doch wie verhält es sich danach? Schließlich will A ja auch was von dem Geld haben? Ist eine einfach Überweisung auf As Konto in Deutschland illegal? Ist das STeuerhinterziehung?

Barabhebung am Geldautomat wäre auch möglich, aber dann hat A ja nur Schwarzgeld oder?

A will sich auf keinen Fall mit dem Fiskus anlegen. Sollte alles legal sein!



Dann noch eine andere Frage, wie verhält es sich bei einer GbR (bei GmbH wird es ähnlich sein!)?
Die Einnahmen der GbR werden versteuert und dann der Rest an die Gesellschafter ausgezahlt. Muss das dann nochmal versteuert werden in deren Steuererklärung?

Wie läuft das ab?#

Hat jemand Tipps für A?

guido78de
07.08.2008, 21:01
Ich weiß ja nicht, in welcher Situation sich A befindet. Aber wenn A in Deutschland lebt und auch hier arbeitet, so muß er sämtliche Einnahmen versteuern. Irgendwie muß er ja von etwas leben. Und wenn da jedes Jahr die Millionen aus Belize auf sein Konto kommen, dann besteht da wohl auch Erklärungsbedarf. Alles andere wäre eben Schwarzgeld.
Dieser Link (http://anonym.to/?http://de.wikipedia.org/wiki/Offshore-Finanzplatz) dürfte dir auch schon jede Menge beantworten.

skizzler
07.08.2008, 21:45
so dachte ich mir das ja eigentlich auch.

Wie würde man das denn dann am besten machen, dass das Geld nach D kommt? Wie ist, dass wenn die Offshore Firma, die A gehört A und anderen ein "Gehalt" zahlt?

Klar der EMpfänger muss es dann versteuern, aber werden Sozialabgaben fällig?

Also hat man im Prinzip keine Vorteile bei soner Offshore Firma

bennyb21
08.08.2008, 08:32
Hi!

Du musst da ganz einfach unterscheiden zwischen Gewerbesteuer und Einkommenssteuer.

Wenn Du einen Gewerbebetrieb hier in Deutschland angemeldet hast (Egal welche Rechtsform) musst Du ab einem gewissen Gewinn Gewerbesteuern zahlen. Das sind Steuern die die Firma dem Staat zahlen muss. Ab hier muss man unterscheiden zwischen einer Personengesellschaft (gbr) und einer GmbH (juristische Person).

Wenn Du eine GmbH gründest bist Du dort angestellt. Du bekommst von der GmbH ein Gehalt, was die GmbH dir zahlt, fast wie ein normaler Angestellter ebend auch. Das heißt, die GmbH führt die Lohnsteuer und Sozialabgaben ab.

Bei einer Gbr musst Du direkt aus den Einnahmen Leben mittels Privatentnahmen aus dem Geschäftskonto und so Krankenversicherung etc zahlen.

Einkommenststeuer musst Du in jedem Fall zahlen, auch wenn Deine Einkünfte von einer Firma sonstwo herkommen. Das einzige was Du umgehen könntest wären Gewerbesteuern. Aber da hier die Freibeträge relativ hoch sind (ABHÖNGIG VON DER STADT ODER GEMEINDE IN DER DU LEBST!) würde ich mal sagen das sich so eine Nummer garnicht rechnet.

Denke mal die Gründungskosten werden nicht ganz so günstig sein für so eine Offshore-Firma. Weshalb ich mich auch nie für eine Ltd. interessiert habe ist der Umstand das Du mit der Firma in einem anderen Land auch voll deren Gernichtsbarkeit unterstehst. Kennst Du die Gesetze und Vorschriften in Belize? Hälst Du Dich ständig auf dem Laufenden welche Änderungen da vorgenommen werden? Wie sieht die Rechtsform des Unternehmens genau aus? Bist Du Haftbar zu machen?

Weis ja nicht was Du vorhast, aber ich würde sagen es lohnt nur wenn Du mehrere Hunderttausend Euro an GEWERBESTEUER sparen würdest. Einkommenssteuer musst Du eh zahlen...

Ansonsten, wenn das Thema Steuersparen und rechtssicherheit interessant ist sprich mal mit nem Steuerberater über die neue Unternehmergesellschaft (Mini-GmbH) Kommt im Herbst, sehr interessant!

So, natürlich alles nur meine Meinung und in keinster weise als Rechts oder Steuerberatung zu verstehen... ;-)

Gruß
Benny

DonWolfo
08.08.2008, 08:38
Du kannst nicht einfach Geld an die Gesellschafter der GmbH auszahlen. Das läuft etwas anders.

Als erstes hast du einen Geschäftsführer der ein Gehalt bekommt. Dies kann aber auch gleichzeitg der oder einer der Gesellschafter sein.

Am Jahresende wirst du deine Bilanz erstellen wo dann drin steht ob was über ist oder was fehlt. Sollte was über sein beschliessen die Gesellschafter in der Gesellschafterversammlung was damit passiert. Dies kann sein in der Firma belassen oder an die Gesellschafter aussschütten.

Die Gesellschafter erhalten dann anteilig von ihren Einlagen ihren Teil am Gewinn und dürfen den dann ganz normal versteuern.

bennyb21
08.08.2008, 08:41
''>ZITAT(skizzler @ Aug 7 2008, 20:48) 64721

Dann noch eine andere Frage, wie verhält es sich bei einer GbR (bei GmbH wird es ähnlich sein!)?
Die Einnahmen der GbR werden versteuert und dann der Rest an die Gesellschafter ausgezahlt. Muss das dann nochmal versteuert werden in deren Steuererklärung?

Wie läuft das ab?#

Hat jemand Tipps für A?
[/b]

Aso, vergessen... Bei einer Gbr muss man eine Einnahmen-Überschussrechnung erstellen. Der darin festgestellte Gewinn wird mit einer Gewerbesteuer belegt (Wenn über Freibetrag), und dann muss man diesen Gewinn in der Einkommenssteuer angeben und nach dem Persönlichen Steuersatz und gegebenheiten versteuern. Egal wieviele Inhaber.

GmbH ist etwas anders. Hier bist Du ja angestellt, und andere auch. Ihr bekommt ein Gehalt in dem bereits die Lohnsteuer abgezogen wurde. Hier machen die Geschäftsführer und Angestellten dann am Jahresende einfach eine Einkommenssteuererklärung. Die GmbH muss eine Bilanz erstellen und den verbleibenden Gewinn (Auch hier wenn über Freigrenze) mit der Gewerbesteuer versteuern.

Aber, wenn es bei euch um Geld geht, GEHT AUF JEDEN FALL ZUM STEUERBERATER UND ANWALT!!! SOBALD MEHRERE LEUTE EIN UNTERNEHMEN AUFBAUEN MÜSSEN DIE HAFTUNGSFRAGEN GEKLÄRT WERDEN! ICH WÜRDE NIEMALS EINE GBR MIT ANDEREN ZUSAMMEN GRÜNDEN! DU STEHST MIT DEINEM VOLLEN PRIVATEN JETZIGEN UND ZUKÜNFTIGEN VERMÖGEN IN DER HAFTUNG; OB DU DEN MIST IN DER FIRMA VERZAPFT HAST ODER NICHT!!!!

Auch hier... ist keine Rechts oder Steuerberatung gewesen...

skizzler
08.08.2008, 13:22
dankeschön für eure Hilfe!!

GbR kann man aber nur mit anderen gründen! ;)

also in jedem fall gibts 2 steuern aufn gewinn: gewerbesteuer und einkommensteuer. rnichtig?

bennyb21
08.08.2008, 20:48
''>ZITAT(skizzler @ Aug 8 2008, 13:22) 64946
dankeschön für eure Hilfe!!

GbR kann man aber nur mit anderen gründen! ;)

also in jedem fall gibts 2 steuern aufn gewinn: gewerbesteuer und einkommensteuer. rnichtig?
[/b]


Naja... Haste halb recht ;-) Wenns einer alleine ist heist es ebend nur Einzelunternehmung... ;-) Ist aber sonst alles gleich... ;-)

Ja, zwei unterschiedliche Steuern, für die auch Unterschiedliche zahlen müssen:

Gewerbesteuer der Betrieb, und das was übrig bleibt, Einkommenssteuer der Inhaber/Angestellten/Gesellschafter....

dennis
08.08.2008, 22:31
''>ZITAT(DonWolfo @ Aug 8 2008, 8:38) 64816
Die Gesellschafter erhalten dann anteilig von ihren Einlagen ihren Teil am Gewinn und dürfen den dann ganz normal versteuern.
[/b]
Zumindest die Hälfte davon, nennt sich Halbeinkünfteverfahren
''>ZITAT</div>
Aso, vergessen... Bei einer Gbr muss man eine Einnahmen-Überschussrechnung erstellen.
[/b]
Bilanz geht auch
''>ZITAT</div>
Gewerbesteuer der Betrieb, und das was übrig bleibt, Einkommenssteuer der Inhaber/Angestellten/Gesellschafter....
[/b]
Die Gewerbesteuer wird zum Teil auf die persönliche Einkommensteuer angerechnet (bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften wie GbR, OHG...nicht aber bei Kapitalgesellschaften wie GmbH, AG)

bennyb21
10.08.2008, 10:04
@ Dennis

Ja, haste natürlich recht... :D Aber so ins Detail wollte ich nicht gehen... :)

@ all

Ich hoffe mal das wir skizzler mal ein paar Anregungen geben konnten für die Entscheidung.

Aber bitte bedenken, nur wegen Steuern sparen so einen Aufwand betreiben, auch das muss sich erstmal rechnen. Vor allem wegen der rechtlichen gegebenheiten! Hatte auch mal überlegt eine Ltd. zu gründen. Bin aber ganz schnell wieder abgekommen von. Denn die rechtlichen Auswirkungen, z.B. allen Bernichtspflnichten in GB nachzukommen, sind mir einfach zu aufwändig. Und die Strafen in GB dazu drakonisch...

Ich warte schon seit anfang des Jahres auf die Unternehmergesellschaft, sprich Mini-GmbH. Soll ja jetzt bald durch sein das Gesetz. Das ist wirklich ne feine Geschnichte...

SEO-FREAK
10.08.2008, 11:07
Ein höheres Kapital soll auch in einer 1-Euro-GmbH langfristig angestrebt werden. Aus der Mini-GmbH muss jährlich ein Viertel des Gewinns im Unternehmen bleiben bis das Stammkapital 25.000 Euro beträgt. Dann kann die Unternehmergesellschaft in eine die traditionelle GmbH umgewandelt werden.

Für den Fall einer Insolvenz gibt es bei der Unternehmergesellschaft eine besondere Regel, um so genannte Firmenbestattungen zu verhundertn, bei denen die Unternehmer versuchen, zuerst ihr Geld in Sicherheit zu bringen. Jeder Gesellschafter der Ein-Euro-GmbH ist nun verpflnichtet, einen Insolvenzantrag zu stellen. Wenn ein Gesellschafter dem Unternehmen einen Kredit gewährt hat und diesen kurz vor der Insolvenz zurückzahlen lässt, haftet er damit ein Jahr lang für Forderungen von Gläubigern.

Quelle.: http://www.mini-gmbh-info.de/ (http://anonym.to/?http://www.mini-gmbh-info.de/)

ibuxx
27.12.2008, 12:40
Hallo
also OffshoreFirma nur wegen Steuer wäre wohl zu kurz gedacht es gibt ja auch haftungsfragen zu begrenzen.

Zitate aus eine email von gomopa*
Es gibt z.B. verschiedenen Ländern Südamerikas, um spezielle Lösungen für die verschiedensten Anforderungen bereitzustellen. Hierbei handelt es sich um Komplettlösungen mit individueller Betreuung zu ansprechenden Konditionen. Dazu zählen z.B.
*
- Firmengründung (inkl. Findung der passenden Rechtsform, nicht nur Standardprodukte)
- Verwaltung
- Onlineservices (Hosting, Programmierung/Erstellung von zugeschnittenen Anwendungen, Zahlsysteme)
- Investitionsberatung /-verwaltung
*
*
Aufgrund der grossen Servicepalette ist es möglich, Ihnen die komplette Verwaltung der Firma abzunehmen, von der Gründung bis zum kompletten Betrieb.
Die Kunst liegt darin, selbst ein völlig anonymes Geschäft offiziell und legal zu poistionieren.
*
Da ich noch zu wenig Informationen darüber habe, was genau Sie machen wollen, kann ich für Ihren Zweck nur grob antworten. Da es Ihnen laut Ihrer Beschreibung um einen Onlineshop geht, empfehle ich Ihnen die Gründung einer Firma in Peru.
*
Die Vorteile:
*
- Sie können zwischen verschiedenen Geschäftsformen wählen
- Sie unterliegen keinerlei Auflagen, niemand kann Sie abmahnen
- Sie weisen ganz normal 19% Mehrwertsteuer aus, was aus der Erfahrung heraus keinen Kunden ahnen lässt, das die Firma im Ausland ist
- Wir können (wenn gewünscht) es final so ausrnichten, das Sie keinerlei Steuern bezahlen (geschäftsabhängig)
- Das Finanzamt in Deutschland kann Ihnen völlig egal sein
- Sehr günstige Betriebskosten
- Sie können als Inhaber anonym bleiben
- Sie erhalten*die Visa-Karte Ihres Firmenkontos
- Auf Wunsch Kontoschutz per Fingerprint (dafür müssen Sie selbst bei Kontoeröffnung vor Ort sein)
- Hochverzinsung von Rücklagen bei täglicher Verfügbarkeit (bis zu 9% p.a.)
*
*
Die Kosten:
*
- Firmengründung der Aktiengesellschaft = 700 Euro einmalig
- Buchhaltung*=*300 Euro monatlich
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Zusatzprodukte:
*
- komplette Abwicklung des Geschäfts, Büroservice, Kasse, Lager, etc. = 250 Euro / Angestellte*(empfohlenes Highlight, Sie können sich vollständig zurücklehnen)
- 24/7 Kundensupport = 250 Euro
- Anbindung an das VISA-Kreditkarten-System 1:1 Kostenumlage (800*Euro / Jahr, was VISA selbst in Rechnung stellt)
- Programmier-/Designarbeiten = 10 Euro / Stunde (komplette Projekte nach Absprache)
*
*
Während unserer Zusammenarbeit haben Sie mich als persönlichen Kontakt bei *24/7-Erreichbarkeit bei dringenden organisatorischen Fragen. Sämtliche Unterlagen liegen Ihnen teils als Original, teils als notariell beglaubigte Kopie vor. Auf Wunsch können auch sämtliche Dokumente notariell beglaubigt ins deutsche übersetzt werden.
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Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten*geben. Generell gibt es nichts, was wir nicht möglich machen können. Fragen Sie mich.
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Zitat ende


Also die ganze sache kann man natürlich auch Offshore machen nur 0815 läuft da nix
ich würde das allerdings nur machen um den ganzen Haftungsfragen in D aus dem weg zu gehen.


Gruß

Joachim
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Anna
27.12.2008, 13:09
Offshore ... mh ... da riecht das Finanzamt schon den "Betrug" und lässt A keinen Moment mehr ruhig schlafen.
Die Gründung einer GbR sollte A dringend unterlassen - nicht nur die Steuern sind bei höheren Einnahmen nicht mehr tragbar, auch die Haftung ist - ganz klar - bis ins Privatvermögen rein und weiter...
GmbH ist längst ein Auslaufmodell, obgleich eine KG an der GmBH Steuerersparungen versprnicht, lohnt sich aber nur für den Mittelstand.
Limited - naja - wird in Deutschland steuerlich wie GmbH behandelt und ist damit nur für den Mittelstand interessant - evtl. auch hier mit KG.
Am interssantesten könnte für A die europäische GmbH sein oder den Firmenistz gänzlich ins Ausland (z.B. Zypern) zu verlegen.

Am allergeilsten wird es A finden, wenn sein Firmenistz ewig mit einem Schiff in internationalen Gewässern schwimmt oder im Internet zu Hause ist, dessen Server, von dem aus das Geschäft betrieben wird, im Weltall schwirrt - das ist der absolute Gig. A hat dann "nur" noch die Einkommensteuer, die A dann durch das Auswandern abschafft.

Generell sollte A erstmal schauen, mit wem die Bundesrepublik ein Doppelbesteuerungsabkommen hat, was er wo machen möchte, wer die Zielgruppe ist usw. Ein auf Deutschland zugeschnittenes Händlerdasein ist evtl. als Offshore erst gar nicht zugelassen - verbraucherschutz usw. - was übrigens auch sinnvoll ist.

ben_lyse
27.12.2008, 13:25
Bei der Gründung von "reinen Offshore-Gesellschaften" ist zunächst äußerste Vorsnicht geboten. Denn lenicht kann es u.a. zur "Umkehr der Beweislast" kommen, da z.B. die EU-Niederlassungsfreiheit und andere zentrale Urteile zur Niederlassungsfreiheit und Rechtsfähigkeit von Auslandsgesellschaften nicht anwendbar sind, mithin und/oder/ergänzend Offshore-Gesellschaften i.d.R. kein DBA mit anderen Staaten unterhalten. Steuer-und haftungsrechtlich muss man aus EU- und insbesondere deutscher Snicht- immer zwischen Offshore- und Non-Offshore-Gesellschaften unterscheiden. Offshore-Gesellschaften sind aus dieser Betrachtungsweise heraus Gesellschaften außerhalb der EU, die über kein Doppelbesteuerungsabkommen, mithin und/oder Rechtshilfeabkommen mit Deutschland bzw. dem EU-Staat verfügen.

Somit ist es z.B. unmöglich, mit einer reinen Offshore-Gesellschaft in Deutschland aufzutreten, ohne erhebliche Probleme mit dem einheimischen Fiskus zu bekommen. Bei Geldflüssen einer natürlichen oder juristischen Person von Deutschland in eine Offshore-Gesellschaft oder umgekehrt, wird schnell der Verdacht der Steuerhinterziehung formuliert. Im Zweifel muss der Steuerinländer nachweisen, dass eine solche Transaktion z.B. nicht der Gewinnminimierung der heimischen Gesellschaft dient und somit als verdeckte Gewinnausschüttung zu deklarieren ist.

Auch kann eine Offshore-Gesellschaft in Deutschland nicht als "Repräsentanz" oder "Niederlassung" ohne Kollisionen mit den Finanzverwaltungen auftreten. Eine "Repräsentanz" einer Auslandsgesellschaft ist keine Betriebsstätte und unterliegt somit z.B. in Deutschland keiner Steuerpflnicht. Handelt es sich um die Repräsentanz einer EU-Auslandsgesellschaft, so muss nicht nachgewiesen werden, dass die Betriebsstätte im Gründungsland aktive geschäftliche Tätigkeiten im Betriebsstättenland ausführt und/oder ein in kaufmännischer Weise eingernichteten Geschäftsbetrieb unterhält. Dieser Nachweis ist nach EU-Niederlassungsrecht untersagt. Handelt es sich um eine Niederlassung (Betriebsstätte) einer EU-Auslandsgesellschaft z.B. in Deutschland, so müssen diese Nachweise ebenfalls nicht erfolgen, ergänzend gilt das Recht des Gründungslandes, so dass z.B. die Einzahlung von 25.000 Euro Stammkapital bei der deutschen Niederlassung nicht verlangt werden kann. Auslandsgesellschaften, die ein Doppelbesteuerungsabkommen z.B. mit Deutschland unterhalten, aber keine EU-Länder sind (z.B. USA oder Schweiz), haben eine Art Sonderstatus: Zwar ist EU-Niederlassungsrecht nicht anwendbar, jedoch können diese Gesellschaften unter bestimmten Umständen z.B. in Deutschland als Repräsentanz (nicht Betriebsstätte) oder Niederlassung (Betriebsstätte) auftreten. Bei diesen Gesellschaften muss der Nachweis erfolgen, dass die Gesellschaften im Gründungsland aktive Geschäfte tätigen und einen in kaufmännischer Weise eingernichteten Geschäftsbetrieb unterhalten. Der in kaufmännischer Weise eingernichtete Geschäftsbetrieb wird wie folgt definiert: Ein Büro mit üblicher Ausstattung und mindestens ein Angestellter. Sind diese "erweiterten Betriebsstätteneigenschaften" im Gründungsland (Betriebsstättenland oder Land der Oberbetriebsstätte) z.B. bei einer US INC vorhanden, so kann diese US INC in Deutschland z.B. als Niederlassung (Betriebsstätte) auftreten, ohne das das Stammkapital einer deutschen AG einzuzahlen ist. Handelt es sich bei der Gesellschaft um eine Gesellschaft, die kein Doppelbesteuerungsabkommen mit Deutschland unterhält (Offshore-Status) so ist der Auftritt als Repräsentanz in Deutschland nicht möglich. Zwar könnte diese Gesellschaft theoretisch als Niederlassung z.B. in Deutschland auftreten, jedoch hätte dieses keinerlei Vorteile: Für die Gesellschaft wäre heimisches Handelsrecht anzuwenden, so dass die Einzahlung von Stammkapital nach heimischen Recht zu erfolgen hat, mithin werden alle heimischen Erträge z.B. mit deutscher Körperschafts-und Gewerbesteuer belegt und der Abfluss von Kapital wird im Zweifel als verdeckte Gewinnausschüttung deklariert.

Sinn machen Offshore-Gesellschaften z.B. immer dann, wenn diese quasi einer „NON-Offshore-Gesellschaft als Gesellschafter/Shareholder und/oder Rechnungssteller "vorgeschaltet" sind. Auf diese Weise ist die Offshore-Gesellschaft dem heimischen Fiskus nicht bekannt bzw. beistzt keine Relevanz und Geldströme fliessen an ihm vorbei. So kann z.B. die Offshore-Gesellschaft der "nachgeschalteten Gesellschaft" Rechnungen stellen oder Shareholder dieser sein. Möchte "man" ein Treuhandverhältnis bei einer "EU-Auslandsgesellschaft oder bei einer Gesellschaft mit Doppelbesteuerungsabkommen" 100% wasserdnicht gestalten und/oder die Hinzurechnungsbesteuerung nach dem deutschen Außensteuergesetz 100% ausschliesen, so eignet sich z.B. die "Vorschaltung" einer Offshore-Gesellschaft als "Beistzer dieser. Allerdings ist auch bei diesen Konstellation Vorsnicht geboten, im Hinblick auf die Behandlung von Offshore-Gesellschaften im Sitzstaat der Gesellschaft mit DBA („Auftrittsgesellschaft“).
Beispiele: 1. Auf Zypern (EU-Gesellschaft, DBA mit Deutschland und allen EU-Staaten, also NON-Offshore) wird nur die Gesellschaft besteuert, nicht aber die Gewinnausschüttung an den Anteilseigner. Mithin ist die Vorschaltung einer Offshore-Gesellschaft als Shareholder unkritisch, da es dem zypr. Fiskus nicht interessiert, wohin die Gewinnausschüttungen fliessen. 2. Unkritisch ist auch die Vorschaltung einer Isle of Man als Gesellschafter/Shareholder an einer englischen Limited, da Isle of Man mit England ein DBA unterhält. Mithin ist Isle of Man aus englischer Snicht kein Offshore-Staat. 3. Die Vorschaltung z.B. einer Liechtenstein-Gesellschaft oder BVI als Gesellschafter/Shareholder einer englischen Limited kann wiederum steuerliche Nachteile im Gesamtkontex nach sich ziehen, da in England Gewinnausschüttungen besteuert werden und Liechtenstein oder BVI auch aus englischer Snicht eine Offshore-Gesellschaft ist. Folglich wird an der Quelle die Ausschüttung besteuert. Der Vorteil der Geheimhaltung der wahren Gesellschafterverhältnisse bleibt erhalten. Ebenso bleibt ein Vorteil der Besteuerung der Gewinnausschüttungen erhalten, im Vergleich zur Ausschüttung an den deutschen Anteilseigner und Besteuerung im Halbeinkünfteverfahren.

Ergänzend kann eine reine Offshore-Gesellschaft Sinn machen, wenn z.B. die Produkte ausschließlich über das Internet vertrieben werden, die Kunden „weltweit“ angesiedelt sind und die „wahren“ Geschäftsführer /Gesellschafter überhaupt nicht in Deutschland steuerrechtlich ansässig sind. Gibt es aber eine „Hotline“ in Deutschland, kann eine solche Konstruktion wieder zur Steuerfalle werden.



Zur Umkehr der Beweislast iSv § 160 Abgabenordnung (AO):

http://www.capimana.com/offshore/I_R_28_02.pdf (http://anonym.to/?http://www.capimana.com/offshore/I_R_28_02.pdf)
http://www.capimana.com/offshore/I_R_108_97.pdf (http://anonym.to/?http://www.capimana.com/offshore/I_R_108_97.pdf)

Bitte lesen !

ibuxx
27.12.2008, 14:03
Hallo Anna
wer erzählt den dem Finanzamt das es meine Firma ist. z.B. bei einer AG wird der Beistz einfach nur durch Inhaberaktien nachgewiesen oder sonst eben Treuhänder

Optimal
A) Eine Offshore-Gesellschaft um bei völliger Steuerbefreiung weltweit geschäftstätig zu werden.
B) Durch Vorschaltung eines Rechtsanwaltes als Treuhänder erlangen Sie völlige Anonymität und strikten Datenschutz. Der Treuhänder tritt nur gegenüber dem Handelsregister auf, die Tagesgeschäfte und speziell die Kontoführung liegen alleinig in Ihrer Kontrolle.
C) Mit einem Büroservice erhält Ihre Gesellschaft einen renommierten Firmenstandort wie z.B. Berlin, London oder New York.
D) Offshore-Konto mit internationalem Online-Banking, Mehrwährungsfähigkeit, Bar- und Verrechnungsschecks sowie VISA-Karte mit Tageslimit von 10.000 Euro für Barabhebungen an allen Geldautomaten weltweit.
Offshore auch meist keine Buchhaltungs- und Bilanzierungspflnichten


Aber es geht ja auch in der EU Steuerlich günstig wie schon gesagt Zypern oder ganz ohne Steuer Madeira
Portugal/ Madeira gehört zum umsatzsteuerrechtlichen Gemeinschaftsgebiet (die Kanaren bzw. kanarische Sonderzone z.B. NICHT), mithin keine Einfuhrumsatzsteuer bei Einfuhr von Waren in die EU, Anwendung 6. EG-Rnichtlinie

Bei bereits vorhandener LDA komplett Steuerfrei
d.h. keine Gewerbe und Körperschaftssteuer, lokale Steuern, Quellensteuer auf Lizenzen u.a.) bis zum 31.12.2011, ohne Auflagen.
die Neugründung einer Lda. dauert ca. 2 Monate mit Auflagen und geringer Körperschaftssteuer: Steuersatz von 4 % bis 2012 und 5 % bis 2020. bis 2 Mio Jahresgewinn

Aber eins sollte man wissen sowas strickt man nicht mal eben in 4 wochen zusammen und für 10000Euro Jahresgewinn ist dat auch nix

Gruß


.

Ja Ben Lysé 100 Punkte für deine Ausführungen.

Ohne ordentliche Berater ist das eigendlich auch nicht durchfürbar

Anna
27.12.2008, 14:53
''>ZITAT(Joachim @ Dec 27 2008, 14:03) 119656

A) Eine Offshore-Gesellschaft um bei völliger Steuerbefreiung weltweit geschäftstätig zu werden.
[/b]

Briefkastenfirmen, die im Offshoringbereich meist auftreten, sind beim deutschen Fiskus nicht anerkannt. Wenn die Firma in einem Niedrigsteuerland istzt, wird vom Fiskus IMMER eine Briefkastenfirma vermutet. Das zu entlasten - da bin ich mal gespannt ...
Wenn es keine plausiblen wirtschaftlichen Gründe gibt - etwa preiswerte Herstellung in Indien oder so - wird das ziemlich schwer.
Fehlt dieser Gesellschaft dann noch Ausstattung und Personal - führt sie im Gegenzug ihre Geschäfte nachweisbar in Good Old Germany aus, ist der vorgeschaltet Rechtsanwalt auch nur noch ein Witz.

Dann muss A den Gegenbeweis antreten: Mietverträge, Arbeitsverträge, Kaufverträge usw., dass das Geschäft auch tatsächlich im Ausland geführt werden. Wird beim Onlineshop, der deutsch ist, auf deutsche Kunden zielt, ziemlich problematisch.

Offshore-Gesellschaften sind und bleiben an der Grenze zur Steuerhinterziehung.

''>ZITAT(Joachim @ Dec 27 2008, 14:03) 119656
B) Durch Vorschaltung eines Rechtsanwaltes als Treuhänder erlangen Sie völlige Anonymität und strikten Datenschutz. Der Treuhänder tritt nur gegenüber dem Handelsregister auf, die Tagesgeschäfte und speziell die Kontoführung liegen alleinig in Ihrer Kontrolle. [/b]

Daten DVD - Alarm

''>ZITAT(Joachim @ Dec 27 2008, 14:03) 119656
C) Mit einem Büroservice erhält Ihre Gesellschaft einen renommierten Firmenstandort wie z.B. Berlin, London oder New York. [/b]

Sehr logisch - A betreibt Offshoring, um wieder eine Repräsentanz in Deutschland zu haben und damit im speziellen Visier des Fiskus`zu sein.

''>ZITAT(Joachim @ Dec 27 2008, 14:03) 119656
D) Offshore-Konto mit internationalem Online-Banking, Mehrwährungsfähigkeit, Bar- und Verrechnungsschecks sowie VISA-Karte mit Tageslimit von 10.000 Euro für Barabhebungen an allen Geldautomaten weltweit.[/b]

So. Wenn man als Deutscher eine Offshorefirma gründen möchte, will man ja scheinbar in Deutschland bleiben. Also fährt A rüber nach Liechtenstein, Luxembourg oder sonstwohin und hebt dort 10.000 € ab oder was. Wer braucht denn sowas? Ist doch völliger Schwachsinn - 10.000 dürfen eh nur rübergebracht werden und dann fallen auch noch Einkommensteuer usw. an - von den dummen Fragen mal abgesehen. - Vor allem Visa und Checks - die Zahlmöglichkeiten, die man bequem nachverfolgen kann. Klar, ich istz hier, mach dem Fiskus klar, dass meine Firma im Ausland angeln geht und mach dann hier das Onlinebanking.

''>ZITAT(Joachim @ Dec 27 2008, 14:03) 119656
Offshore auch meist keine Buchhaltungs- und Bilanzierungspflnichten
Aber es geht ja auch in der EU Steuerlich günstig wie schon gesagt Zypern oder ganz ohne Steuer Madeira
Portugal/ Madeira gehört zum umsatzsteuerrechtlichen Gemeinschaftsgebiet (die Kanaren bzw. kanarische Sonderzone z.B. NICHT), mithin keine Einfuhrumsatzsteuer bei Einfuhr von Waren in die EU, Anwendung 6. EG-Rnichtlinie [/b]

Madeira und Azoren gehören zur EU über Portugal und werden derzeit bis 2011 steuerlich gefördert, damit sich dort Unternehmen ansetzen - das heißt im Umkehrschluss, dass sie ab 2011 ihren Status verlieren könnten. Was dann? Den Kanaren geht es ähnlich.
Zypern muss über Umwege genommen werden, wobei der Umweg Österreich nunmehr durch des Finanzministers Kündigung ausfällt.

''>ZITAT(Joachim @ Dec 27 2008, 14:03) 119656
Bei bereits vorhandener LDA komplett Steuerfrei
d.h. keine Gewerbe und Körperschaftssteuer, lokale Steuern, Quellensteuer auf Lizenzen u.a.) bis zum 31.12.2011, ohne Auflagen.
die Neugründung einer Lda. dauert ca. 2 Monate mit Auflagen und geringer Körperschaftssteuer: Steuersatz von 4 % bis 2012 und 5 % bis 2020. bis 2 Mio Jahresgewinn[/b]

Was kommt danach? Eine Gründung und der Anlauf eines Geschäftes dauert auch schon seine Zeit.

Ich glaube, es gibt schon intelligentere Gesellschaftsformen als die des Offshoring.

ibuxx
27.12.2008, 16:50
''>ZITAT(HON. ANNA @ Dec 27 2008, 14:53) 119664
Ich glaube, es gibt schon intelligentere Gesellschaftsformen als die des Offshoring.
[/b]

Ok und was wäre ihr Tipp für eine intelligentere Gesellschaftsform ?

Anna
27.12.2008, 21:30
Da das Steuerrechtssystem überall nach dem Wohnistzprinzip geht, sollte man als Privatperson gucken, in welchem Land man sich mit welchem Vermögen ansiedeln will. Es ist fraglich, wie ein Unternehmen zu besteuern ist, wenn es auf dem oben erwähnten Schiff istzt. Das ist nach internationalen Steuerrecht unmöglich, da ist es etwas altmodisch. Genau so ist es auch im Netz - da wird der Serverstandort und die Art der Onlineunternehmung dann zu Rate gezogen.

Die Rechtsform eines Unternehmens ist natürlich von seiner Größe und Art abhängig. Und danach entscheidet sich dann auch der Steuerwahnsinn. Globalisieren kann man sowas nicht.

ibuxx
28.12.2008, 08:19
Ja wenn das mal so einfach wäre dann nehme ich mir halt ein großes Wohnmobil bereise die EU und sonstnoch was für Länder und halte mich einfach nur max 180 Tage überall auf und hätte damit keinen Wohnistz in sesagten Länder und damit Steuerfrei.
Und zu guter letzt nehme ich als Serverstandortnoch Panama oder Hong Kong oder was man grade für seine Unternehmungen braucht.
Wenn ich es dann satt habe nach 10 Jahren durch die Lande zu Reisen kann ich mir noch immer ein Land suchen wo ich Steuern zahlen möchte.

Anna
28.12.2008, 10:36
:D HAHA - Wenn das mal so einfach wäre ... Länder bereisen ist ja nicht gleich international im klassischen Steuerrecht zu sein. Außerdem hat jedes Land seine eigenen zeitlichen Wohn- u. Arbeitsvorschriften. Selbst wenn du "nur" 180 Tage in D bleibst und deine Konten woanders führst, musst du in dem "woanders" dann die Steuern zahlen, den D dem Land für dich auferlegt, da es ja clever, wie es ist, ein Doppelbesteuerungsabkommen hat. Und hat es keins, geht der ganze Verdächtigungsulf wieder los - weil D ja schließlich weiß, WARUM es mit einem Land kein Abkommen hat ...

Weltall und Internationale Gewässer - viellenicht ist ja auch irgendwo in internat. Gewässern eine unentdeckte Insel, die du dann erobern und als Staat proklamieren kannst - dann kannste dort dein eigenes Steuersystem entwerfen :D

ibuxx
28.12.2008, 10:51
Ich wollte mir ja auch 4- 5 Länder aussuchen woich dann immernur ein paar Monate bleibe z.B Italien im Frühling, Deutschland im Sommer, Spanien im Herbst und im Winter dann Östeereich, Schweiz usw zum Skilaufen na das wäre ja mal was.
Ich glaube das wäre ne Super Sache :)

Anna
28.12.2008, 12:30
Ja, klingt gut - aber was ist mit den Franzosen. Das Essen dort ist ja auch ziemlich leggar - von den fröschen mal abgesehen .... Madeira ist im Frühjahr rnichtig cool

ibuxx
28.12.2008, 12:48
Naja Madeira hatte ich ausgelasse, hatte ja geschrieben goßes Wohnmobil da wäre mir die Überschiffung doch zu langwierig
jo und die Franzosen kann man natürlich auch immer mal besuchen.

Immer schön in der gegend rum kutschern und nebenbei ein wenig Online Geld verdienen ist ja dank UMTS auch kein Problem mehr.