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Shop Support News Archive - Shopbetreiber News -> Forum : Open Source Shop Software xt eCommerce Templates Module SEO Support: : Mindestzahlbetrag Statt Mindestbestellwert


mobafan
09.06.2007, 10:52
Hallo,

da jede Zahlung gewisse Kosten verursacht (z. B. bei Kreditkartenzahlung eine Zahlungspauschale zzgl. Disagio oder Verwaltungsaufwand bei Zahlung durch Überweisung) möchte ich meinen Shop gern so einrnichten, dass der Kunde mindestens 10 EUR zahlen muss (entweder kauft er Gutscheine dazu oder er erhält die Differenz von 10 EUR und geringerem Warenwert seinem Kundenkonto für spätere Einkäufe als Guthaben gutgeschrieben). Hat er allerdings genügend Guthaben, um einen Zahlbetrag von exakt Null Euro rauszubekommen, soll die Bestellung auch laufen. Die letztere Bedingung führt dazu, dass die Funktion "Mindestbestellwert" nicht genutzt werden kann.

Beispiele, um es zu verdeutlichen, was ich haben möchte:

1. Kunde hat kein Guthaben, kauft Waren im Wert von 8,- EUR.
Der Mindestzahlbetrag wird unterschritten, deshalb zahlt er 10,- EUR, 2,- EUR werden seinem Kundenkonto als Guthaben für spätere Einkäufe gutgeschrieben.

2. Kunde hat 10,- EUR Guthaben, kauft Waren für 15,- EUR.
Der Kunde müsste nun eigentlich nur 5,- EUR bezahlen, da dieses aber den Mindestzahlbetrag von 10,- EUR unterschreitet, zahlt er 10,- EUR. Die zuviel gezahlten 5,- EUR stehen nun als Guthaben für spätere Einkäufe auf seinem Konto.

3. Kunde hat 5,- EUR Guthaben und kauft Waren für 4,90 EUR.
Da er sein Guthaben mit dem Warenwert verrechnet, ist der Zahlbetrag exakt Null Euro, d. h. keine Zahlung notwendig. Die Bestellung soll durchgehen und ausgeführt werden, sein Restguthaben beträgt noch zehn Cent.


Ist das mit der "Standardinstallation" möglich, gibt es ein entprechend fertiges Modul zu kaufen oder muss ich da selbst Hand anlegen? Danke!

Hintergrund zur Information: Es soll einige "Billigwaren", teilweise mit einem Wert von unter einem Euro, als direkten Download geben. Hat der Kunde ausreichend Guthaben, um diese Waren aus seinem Guthaben zu zahlen, entstehen auf meiner Seite praktisch keine weiteren Kosten. Bei einem Zahlungsvorgang dagegen entstehen fixe Kosten, deren Anteil zu hoch wäre, als dass sich die Zahlungsannahme bei Beträgen unter z. B. 10 EUR lohnen würde. (Die 10 Euro sind hier nur ein Beispiel).

gollumHN
10.06.2007, 12:42
ich habe verständnis für deine problemstellung. jedoch würde ich niemals in einem shop waren bestellen, für die ich mehr zahlen muss, um anschließend von dem mehrbetrag eine gutschrift zu erhalten. diese gutschrift ist für mich - als kunde - totes kapital. mein geld würde sich auf deinem konto befinden, und deine bank zahlt DIR für MEIN geld auch noch zinsen.

gut gemeinter ratschlag: hinterfrage nochmals deine zahlungsmethoden und prüfe sie hinsnichtlich der kundenfreundlichkeit.

gruss
peter :)

mobafan
10.06.2007, 14:15
''>ZITAT(gollumHN @ Jun 10 2007, 12:42) 27530
ich habe verständnis für deine problemstellung. jedoch würde ich niemals in einem shop waren bestellen, für die ich mehr zahlen muss, um anschließend von dem mehrbetrag eine gutschrift zu erhalten. diese gutschrift ist für mich - als kunde - totes kapital. mein geld würde sich auf deinem konto befinden, und deine bank zahlt DIR für MEIN geld auch noch zinsen.

gut gemeinter ratschlag: hinterfrage nochmals deine zahlungsmethoden und prüfe sie hinsnichtlich der kundenfreundlichkeit.[/b]

Na ja, ich finde das deutlich kundenfreundlicher, als bei einem Betrag unter X einen Mindermengenzuschlag Y zu erheben (z. B. "Mindestbestellwert 10 EUR, darunter 5 EUR Pauschale") für eine Datei, die normalerweise gerade mal 49 Cent kostet.

Würde ich 49 Cent kassieren, würde die Rechnung ja im besten Fall so aussehen:
0,49 Brutto ./. 0,08 MwSt = 0,41 Netto
0,41 Netto ./. 0,16 für Processing = 0,25
0,25 ./. 3% Disagio von 0,49 für Kreditkartenzahlung = 0,23 Rest.

D. h. es bleiben gerade mal 23 Cent übrig, also rd. 47%.


Jetzt machen wir die gleiche Rechnung mit 10 EUR, der Einfachheit halber rechnen wir über die gesamte Summe mit 19% Umsatzsteuer:
10,00 Brutto ./. 1,60 MwSt = 8,40 Netto
8,40 Netto ./. 0,16 für Processing = 8,24
8,24 ./. 3% Disagio von 10,00 für Kreditkartenzahlung = 7,94 Rest.

D. h. es bleiben 7,94 EUR übrig, was über 79% sind.

In beiden Rechnungen ist noch nicht berücksnichtigt, dass man Einkaufspreise hat; die Betriebskosten der Automaten sind noch nicht eingerechnet usw. - Bei Zahlung per Vorkasse wird es noch ungünstiger, da ein Mensch den Kontoauszug kontrollieren und die Systeme abgleichen muss.

==> Es ist einfach nicht möglich, Kleinstbeträge im Onlinegeschäft zu akzeptieren.

Bei sehr vielen Waren ist das egal, da sie hochpreisiger sind. Aber einige reine Downloadartikel sollen halt auch im "Pfennigsektor" angesiedelt werden (Bilder, Zeitungsartikel). Und da gibt es halt die Möglichkeiten Mindestbestellwert, Aufschlag auf den Bestellwert oder Mindestzahlbetrag mit Guthaben für den Kunden. Die letztere Lösung ist die Komplexeste, IMHO aber auch die Kundenfreundlichste.